DFB-Mobil macht Station bei der SVG

Von: agsb
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Nach der speziellen Trainingseinheit mit den DFB-Coaches Fabian Jopek und David Maletz gab es viele Präsente, die die Kinder voller Stolz vor ihren Jugendtrainern und Betreuern präsentierten. Foto: agsb
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Spielen in der Halle macht besonderen Spaß, und so mancher Nachwuchskicker hatte seinen eigenen Ball. Foto: agsb

Gangelt-Birgden. Viele kennen die Situation. Vom Spielfeldrand aus rufen Trainer, Betreuer, Eltern, Großeltern sowie Geschwister ins Spielfeld, geben allesamt Tipps und Anweisungen an die kickende Bambini-Gruppe: Kevin links, Kevin rechts, Kevin nach vorne, Kevin nach hinten, Kevin schieß. In diesem Fall störten sich die Knirpse jedoch nicht daran und hatten den Blick nur für den Ball. Aber es gibt auch Trainer oder Betreuer, die versuchen, bei den Nachwuchstalenten schon System reinzubekommen.

Die DFB-Delegierten, genannt Teamer – unter anderem von der Sporthochschule Köln wie auch Sportstudenten – zeigten nun in Birgden, wie man über eine „wilde Horde“ von rund 20 Kindern Regie führt. Jedes Kind bekommt seinen Ball, das ist zum einen die wichtigste Grundvoraussetzung. Mit allen Kindern eine Übung gleichzeitig zu absolvieren ist in diesem Jahrgängen unmöglich.

„Wir bekamen hier wichtige Erkenntnisse, wie man diese Horde in den Griff bekommt“, zog SVG-Jugendtrainer Michael Schmitz gegen Abend Bilanz, und für ihn war es beeindruckend, dass man in der Halle viele verwendbare Trainingshilfen hat. Sei es die Matte, die vielen Bälle, Bänke oder auch der Kasten – die Halle bietet ein großes Sortiment.

Und hier bietet der Deutsche Fußball Bund (DFB) den Vereinen im Land seine Unterstützung an. Ein zweifacher Millionenbetrag wurde in die Jugendausbildung investiert, die ganz jungen Jahrgänge stehen hier im Fokus des DFB. Bereits vor Jahren hat man die Zeichen der Zeit erkannt, die junge deutsche Nationalmannschaft und das hervorragende Abschneiden der Jugendmannschaften des DFB sind beste Beispiele dafür, dass schon früh der Grundstein für gutes Spiel gelegt wird.

Fußballvereine klagen hier und da über Mangel an Jugendtrainern oder Betreuern. Im Jugendbereich sind viele Eltern mit aktiv, die zwar ebenso wie der Sprössling fußballbegeistert sind, aber von Trainingsmethoden oder gezielter Fußballausbildung wenig fachliches Wissen mitbringen. Die Vereine sind natürlich froh, gut ausgestattet zu sein und sind dem DFB für die Unterstützung dankbar. Das DFB-Mobil kreist dafür durch die Lande, besucht die Vereine. Das Fahrzeug ist mit vielen Trainingsmaterialien ausgestattet, zwei Trainer sind jeweils mit dabei.

Vor allem in den Wintermonaten müssen die Vereine in die Sporthallen ausweichen. Und gerade in den Hallen können die Jugendtrainer oder Betreuer auf viele Trainingsmaterialien zurückgreifen, ohne es selbst darauf zu kommen.

Eines war den DFB-Teamern besonders wichtig: „Lasst den Kindern ihre Spielräume. Auch wenn bei einer Übung nicht alle gleich mitmachen und spielend durch die Halle düsen, lasst sie ruhig spielen. Beim dritten oder weiteren Versuch lernen die Kinder dann doch. Setzt sie nicht unter Druck, Lob für jeden Spieler ist besonders wichtig – aber stellt bitte nicht einen Spieler, der vielleicht gerade der Beste ist, in den Mittelpunkt“, forderten die Coaches David Maletz und Fabian Jopek unter anderem.

Die Betreuer, Trainer und auch Eltern bekamen eine gesonderte Einweisung und wertvolle Tipps, die Kinder konnten sich in der Halle austoben. Dazu schauten auch die Vereinstrainer und -betreuer vorbei, sahen alle Kinder im Einsatz. Während eine Gruppe mit eigenem Ball durch die Halle fegte, rangen zwei Teams im gesonderten Spielfeld um die Tore.

Immer wieder wurden Pausen eingelegt, aber selbst dann blieb kein Nachwuchsheld oder -heldin artig sitzen, alle waren stets irgendwie in Bewegung und hatten immer den Spielbetrieb im Sinn.

Aber ruhig wurden die jungen Kicker dann doch. Im weihnachtlichen Umfeld waren Überraschungen vorbereitet, und auch die DFB-Trainer hatten Geschenke dabei. Und nachher gab es noch Leckeres vom Verein, denn der lud zum Würstchenessen ein, und die schmeckten nach diesem tollen Trainingsabend besonders gut.

Ein weiteres Ziel dieser Nachwuchsförderung durch den DFB ist es, Kooperationen mit den Schulen zu fördern. In Birgden ist die Grundschule, die Schule der Begegnung, sehr aktiv. Schulleiterin Claudia Storms-Übachs war auch in der Halle und überzeugte sich selbst von den Trainingsmethoden. Die Kontakte sind nun geknüpft, das DFB-Mobil könnte bald wieder in Birgden stoppen, um dann in der Grundschule wertvolle Tipps und Anregungen geben.

Die beiden DFB-Teamer David Maletz und Fabian Jopek weckten das Interesse aller. Besonders die Vereinstrainer Michael Schmitz, Miguel Schroten und Thomas Backhaus lernten aus den vorgestellten neuen Methoden dazu. Schließlich war es auch für Jugendleiter Theo Janßen und Jugendgeschäftsführer Bertel Jansen mehr als schöner Abend.

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