Übach-Palenberg - Der Weg des tapferen Schneiderleins zur Macht

Der Weg des tapferen Schneiderleins zur Macht

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
Puppenspieler, Schattenspieler
Puppenspieler, Schattenspieler und Schauspieler Daniel Wagner vom „Theater Zitadelle” aus Berlin machte sich mit den Gästen im Saal der Übacher Erlöserkirche einen Spaß aus dem „Tapferen Schneiderlein”. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Wege zur Macht, und wie man es macht: Auch so könnte die ungewöhnliche Adaption des Grimm-Märchens „Das tapfere Schneiderlein” vom Berliner „Theater Zitadelle” überschrieben sein.

Nun machte das Stück im Rahmen der von unserer Zeitung mitpräsentierten Reihe „Theater Starter” mit Schauspieler Daniel Wagner und Regisseur Pierre Schäfer Station im Saal unter der Übacher Erlöserkirche. Zwar waren an diesem Januartag nur wenige Gäste in den hervorragend hergerichteten Saal gekommen, doch die konnten sich auf allerhöchsten Genuss einstellen.

Denn das Stück für Jung und Jungebliebene sorgte für Spaß durch und durch. Bestens aufgelegt, spielte sich ein begeisternder Daniel Wagner durch die rund 50 Minuten. Dabei wusste er nicht nur als Puppenspieler, als Meister des Schattentheaters und Stimmimitator zu begeistern.

Mit Spaß am Spiel

Zugleich füllte er als lebendige Person nicht nur die Pausen zwischen den einzelnen Spielelementen, sondern riss die Gäste mit seinem Spaß am Spiel richtig mit. Und das war auch nötig, denn das einst so tapfere Schneiderlein ist nun König und irgendwie von allem arg gelangweilt. Ein Guter und Gerechter ist er zwar, doch nur allzugerne denkt er an die Abenteuer, die ihn erst dorthin gebracht haben, wo er heute sitzt. So rollt die Schau des „Theaters Zitadelle” einmal die Geschichte des einfachen, aber willensstarken Schneiderleins von hinten auf, zeigt seinen Weg zu den Insignien der Macht.

Ideenreich, durch die bunte, aber stets überzeugende Mischung aus Realfiguren, Puppen und Schattenspiel, unterlegt mit passender Musik, Geräuschen und dem unnachahmlichen Antrieb für die Gäste, einfach mitzumachen, wird aus dem Schneider der „Sir”, der „Ritter sieben auf einen Streich”. Herrlich waren dabei die Einlagen des Spielers zu beobachten, wie er beispielsweise die Nase eines als Bühnendekoration genutzten Wildschweinkopfes zur Steckdose werden lässt, nur damit der Schneider dank sieben - besser gesagt fünf und zwei dazu - auf einen Streich, endlich die Prinzessin heiraten, seinen Schwiegervater, den König, von seinem Mut überzeugen und schließlich im Schloss einziehen kann. Für so viel Spaß in 50 wundervoll bunten und herrlich ausgelassenen Minuten an einem Nachmittag gab es für das Publikum nur eine Wahl: klatschen, jubeln und lachen, damit der Künstler auf der Bühne seinen verdienten Lohn erntet.


„Das tapfere Schneiderlein” kommt in dieser Spielzeit nochmal in unsere Region. Dann wird das „Theater Zitadelle” am Donnerstag, 22. März, jeweils um 11 und um 16 Uhr in der Aula der Städtischen Realschule zu Gast sein.

Nächster Termin für Übach-Palenberg ist Freitag, 27. Januar. Dann gibt es um 18 Uhr in der Erlöserkirche Übach an der Maastrichter Straße das Stück „SOS for human rights”. Das Grips-Theater Berlin kämpft in dieser Produktion für Menschen ab zwölf Jahren für die Rechte von Menschen, besonders von Kindern.

Weitere Informationen: www.theaterstarter.de.

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