Der Radweg kommt in Sparversion

Von: gep
Letzte Aktualisierung:
radweg stahe bild
In wenigen Wochen wird er fertig sein: Der 440 Meter lange Rad-/Gehweg zwischen Stahe und Niederbusch.

Gangelt. Der kombinierte 440 Meter lange Rad-Gehweg in Stahe/Niederbusch an der L 272 kommt. In wenigen Wochen wird er durch die örtliche Bauunternehmung Schlun fertiggestellt sein - allerdings nur über eine Strecke von 440 Metern und ohne die Brücke über den Rodebach.

Der Kämmerer der Gemeinde Gangelt, Gerd Dahlmanns, veranschlagt die Kosten für Grundstücksankauf und Bau auf weniger als 30.000 Euro. „Wir zahlen nur die reinen Materialkosten.” Die Brücke werde „vorerst nicht beauftragt, denn „soviel Geld ist nicht vorhanden” im Haushalt 2009.

Dass der Bau- und Planungsausschuss am 21. Oktober 2008 grünes Licht gegeben hat, das schreibt sich Gerhard Löder, wie Heinz Huben Mitglied der Fraktion UB/Unabhängige Bürger im Gemeinderat, auf die eigene Fahnen.

Löder, Ex-Christdemokrat seit dem 9. Dezember 2008: „So sehr ich mich über den Ausbau des Fuß-Radweges freue, so sehr bedauere ich auch die mangelnde Unterstützung durch die CDU-Fraktion und den Ortsvorsteher. Elf Jahre Durchhalten haben sich aber gelohnt.”

Das sieht sein einstiger Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Milthaler etwas anders: „Die CDU hat dafür gestimmt mit den damaligen CDU-Ratsmitgliedern Löder und Huben”.

Milthaler nennt als Gründe dafür, dass der Radweg erst jetzt realisiert werde, dass „Grundstücksfragen entscheidend” gewesen seien, ferner eine „kostengünstige Lösung” gesucht worden sei und zudem Rücksicht auf die Straßenbäume hätte genommen werden müssen.

Der Radweg verläuft vom Rodebach bis zur Ortslage Niederbusch und endet an der Einmündung „Am Krümmelbach”.

Laut Löder ist die stark befahrende L 272 sehr kurvenreich und aufgrund ihrer geringen Fahrbahnbreite von rund 5,30 Metern „zu einem der gefährlichsten Streckenabschnitte in der Gemeinde Gangelt geworden”.

Wenn der Radweg fertiggestellt sei, bedeute dies für Radtouristen, Spaziergänger, Rollstuhlfahrer und insbesondere für Schulkinder „ein erhebliches Maß an mehr Sicherheit”.

Zugleich bedauert Löder, dass eine Weiterführung des Weges aufgrund von Eigentumsfragen im unmittelbaren Kurvenbereich, über den Rodebach hinweg, nicht möglich sei.

Ein gespanntes Verhältnis

Der ehemalige CDU-Rebell Löder, der insbesondere zu Bürgermeister Bernhard Tholen (CDU) ein gespanntes Verhältnis hat, hatte sich vor Weihnachten von der Union losgesagt. Er hatte der Partei vorgeworfen, „engagierte sach- und fachkundige Fraktionsmitglieder auf linke Art und Weise aus dem Gemeinderat zu kegeln”.

Vor allem bei Heinz Huben habe sich „die CDU-Führung die größte Mühe gegeben, ihn loszuwerden”. Löder und Huben waren vom CDU-Ortsverband nicht mehr als Kandidaten für die Kommunalwahl am 30. August aufgestellt worden.

Zugleich hatte Löder bei seinem Austritt aus der CDU kritisert, dass im Gangelter Gemeinderat nur noch Prestigeobjekte beschlössen würden, von denen „hauptsächlich Nichtgangelter profitieren”. „Hier tut man nichts für Stahe”, hatte er einmal im Rat geklagt.

Zur Kommunalwahl tritt die UB-Fraktion mit einer eigenen Liste an. Huben glaubt, dass das bayerische Modell einer unabhängigen Wählergemeinschaft auch in Gangelt Zukunft haben könnte.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert