Der Ober-Vampir will das Rathaus verteidigen

Von: Markus Bienwald
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Ein prächtiges Bild im tollen Ambiente von Schloss Zweibrüggen gaben die Vertreter aller Karnevalsgesellschaften beim Karnevalistenempfang in Übach-Palenberg ab. Fotos (2): Markus Bienwald Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Edles Ambiente, gekrönte Häupter und jede Menge Würdenträger: das Schloss Zweibrüggen erwies sich auch beim jüngsten Karnevalsempfang der Stadt durch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch als der perfekte Veranstaltungsort für das jecke Treffen.

Der Erste Bürger blickte dabei aber nicht nur zurück auf die bereits gelaufenen Sitzungen und Angebote der Karnevalsgesellschaften im Stadtgebiet. Er freute sich auch auf den unmittelbar bevorstehenden Endspurt in der fünften Jahreszeit, der neben einigen Sitzungen noch den Rathaussturm als gemeinsames Highlight vorsieht. „Wir werden alles tun, um das Rathaus zu verteidigen“, versprach der Bürgermeister, der als Ober-Vampir für ein „blutrünstiges Spektakel“ sorgen wird.

Mit diesem Thema konnte sich auch der Bürgermeister der niederländischen Partnergemeinde Landgraaf, Raymond Vlecken, bestens anfreunden. Aber das tat er im Schloss Zweibrüggen sehr zur Freude der anwesenden KG-Vertreter nicht auf Seiten seines deutschen Amtskollegen. „Ich werde das Rathaus nicht mit verteidigen“, beschloss er spontan. Wie er auftreten will, ließ Vlecken noch offen, versprach aber ein Outfit, dass dem blutigen Anlass entsprechend angepasst ist.

Abgesehen von diesem unerwarteten Muskelspiel zwischen den einzelnen Parteien, ließ Bürgermeister Jungnitsch auch seine Hochachtung für den Einsatz der Karnevalsgesellschaften durchblicken. „Sie haben schon lange vor dem 11.11. viel Kreativität, viel Elan und viel Zeit aufgewendet, um ihren Mitbürgern ein paar unbeschwerte Stunden zu bereiten“, lobte er die organisierten Karnevalisten. In ihrem unermüdlichen Streben, die Karnevalsbräuche lebendig zu halten, sei ein pralles Karnevalsprogramm in Übach-Palenberg entstanden. „Eine Veranstaltung toppt die nächste, von der Proklamation des Stadtprinzenpaares und Kostümsitzungen über die Seniorensitzung, den Kinderkarneval und Rathaussturm bis zum großen Zug als krönendem Abschluss“, spannte er seinen gedanklichen Bogen.

Der Einsatz der Karnevalisten für den Humor und den Spaß im Leben sei gerade in einer Zeit der Krisen und Konflikte gefragt wie nie zuvor. Und mit den Worten „An dem Punkt, wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor“, von Kabarettist Werner Fink, begann er damit, den Bürgermeisterorden an die rund 100 Anwesenden zu verteilen. Unter ihnen war auch der Stadtprinz Jörg I. (Schneider), der leider auf seine aus beruflichen Gründen zu diesem Termin nicht abkömmliche Prinzessin Tina I. verzichten musste.

Dennoch war der Hofstaat der Karnevalsgesellschaft (KG) Scherpe-Bösch-Wenk anwesend, angeführt vom Vorsitzenden Manfred Börger und Präsidentin Silvia Börger. Die Jecke Bürgerwehr Boscheln war mit der Vorsitzenden Monika Schulz und dem Dreigestirn Bauer Mosi, Jungfrau Kathi und Prinz Mo dabei, die KG Frelenberger Esel schickte die Vorsitzende Hannelore Klemt und Präsident Marcel Derichs.

Während Beiratsmitglied Harry Hermanns vom Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) auch dabei war, zeigte sich die KG Lustige Marienberger Jekken mit Vorsitzender Monique Switalla und Präsident Harald Horn. Die Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG) war unter anderem durch den Vorsitzenden Hans-Josef Offermanns und Präsident Michael Falk vertreten, und auch die Wurmtalfunken mit Vorsitzender Brigitte Korsten und Präsident Hermann-Josef Korsten empfingen ihre Orden. Den gab es auch für Martina Waliczek, die nach sieben Empfängen in Folge die Organisation an Jutta Gündling weitergab.

Da der Karneval in Übach-Palenberg schon lange auch grenzüberschreitend gefeiert wird, freute sich auch das Landgraafer Stadtprinzenpaar Hans I. und Tiny I. (Koekoek) vom Vasteloavundsverein De Parkstad Böck über einen gelungenen Empfang.

Und am Ende wünschten sich alle noch für den Start in den Straßenkarneval das passende Wetter. „Abends kann es ruhig schneien, aber morgens, wenn wir auf der Straße sind, darf alles wieder weggetaut sein“, sagte der Vorsitzende des Festausschusses Übach-Palenberger Karnevalsvereine, Wolfgang Dressel.

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