Der Natur auf die Sprünge helfen

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Sie schickte der Himmel: Rund 30 Jugendliche engagierten sich im Gangelter Naturpark. Kreisweit waren mehr als 1000 Kinder und Jugendliche in 45 Gruppen in zahlreichen Projekten aktiv. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. „Ich habe ja eigentlich gelernt, dass man junge Bäume nicht ausreißen darf“, zeigte sich Pfarrer Daniel Wenzel selbst etwas überrascht von der Arbeit, an der sich rund 30 Pfadfinder und Messdiener im Rahmen der Aktion „72 Stunden - Uns schickt der Himmel“ am Samstag in Gangelt beteiligt haben.

Bürgermeister Bernhard Tholen hatte bei der Suche nach einem Projekt geholfen und die Gruppe an Heiner Molz verwiesen, der ja bekanntlich mit der Caritas und dem NABU im Rodebachtal tätig ist. Auch wenn es ein Naturschutzgebiet ist, braucht das Areal immer wieder die begleitende und pflegende Zuwendung des Menschen.

Dass selbst gesäte Bäume im Naturpark zu einem echten Problem werden können, zeigt der Bereich am ehemaligen Zollamt. Verbuschung nennt es der Fachmann, wenn man vor lauter Birken und andern Bäumen den Naturpark nicht mehr sieht. „Wir wollen helfen“, umschreibt Katharina Lorenz aus Gangelt ihren Ansatz ganz einfach.

Dabei „der Natur auf die Sprünge zu helfen“, war ihr und der Gruppe, die sich zwischen Pumpstation und Dahlmühle im Gelände bewegte, eine Freude. Dass diese Aktion auch ein tatkräftiges Glaubensbekenntnis ist, fasst Pfarrer Wenzel zusammen, der mit anderen Erwachsenen die Jugendlichen unterstützte. „Es geht nur Hand in Hand“, fasste er die Phase von der gemeinsamen Programmentwicklung bis zum Hinausschleppen der schweren Säcke mit dem ausgerissenen Grün aus dem ehemaligen Bruchgelände zusammen.

Das waren am Ende einige Kubikmeter, die sich da auf einem Haufen sammelten. Zwei kleine Wunden gab es im Laufe des Tages zu versorgen, und zweimal musste die Gruppe sich vor heftigen Regenschauern in Sicherheit bringen.

Zur Stärkung gab es am Ende Gegrilltes, das Bürgermeister Bernhard Tholen spendierte. Er sagte den Helfern ein herzliches Dankeschön für ihre Arbeit. Pfarrer Daniel Wenzel fuhr am Nachmittag „im Auftrag des Herrn“ nach Schierwaldenrath, wo er Nils und Leonie taufte. Wer weiß, vielleicht sieht man die beiden auch einmal bei einer Aktion wie dieser.

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