Der Feueralarm in der Grundschule funktioniert nicht

Von: Udo Stüßer
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Geilenkirchen. KGS Geilenkirchen muss sich auf die Dienste eine Handsirene verlassen.

Denise Kaiser ist ebenso wie andere Eltern in Sorge: „An der Katholischen Grundschule Geilenkirchen funktioniert seit dem Jahr 2012 der Feueralarm nicht in allen Klassen und nicht in der Turnhalle“, beklagt sie. Diskutiert wurde dieses Problem jetzt auch wieder bei einer Sitzung der Schulpflegschaft.

Bei einer Feuerübung waren nämlich kürzlich wieder Kinder in ihren Klassenräumen sitzengeblieben, weil der Alarm nicht hörbar war. „Wir haben das Thema immer wieder angesprochen, wurden aber von der Stadt vertröstet. Man sagte, es gebe eine Prioritätenliste“, sagt Denise Kaiser.

Die Stadt habe angeboten, den Hausmeister mit einem Megaphon auszustatten, der damit im Notfall Kinder und Lehrer vor Feuer warnen soll. „Doch der Hausmeister der KGS ist auch für die GGS zuständig. Was ist, wenn sich der Hausmeister in der anderen Schule aufhält?“, fragt sich nicht nur Denise Kaiser.

Für den Feueralarm werde üblicherweise die ganz normale Schulglocke genutzt. Diese müsse per Hand betätigt werden. Bei Feueralarm, so habe man sich in der Schule geeinigt, würde diese Glocke dreimal ertönen. Und diese Glocke, so die Mutter, sei nicht in allen Klassenräumen hörbar. „Manche Eltern haben schon überlegt, den Förderverein zu bitten, Rauchmelder anbringen zu lassen.

Aber dann rücken wir in der städtischen Prioritätenliste wieder weiter nach hinten“, befürchtet Kaiser. Und mit Blick auf die städtische Prioritätenliste meint die Mutter: „Da wird die Innenstadt toll saniert, und die Schule hat keine funktionierende Glocke.“

Dass das Problem bei der Stadt Geilenkirchen bekannt ist, bestätigt Andreas Eickhoff, zuständig für das Gebäudemanagement. „Es ist richtig, dass die Schulglocke nicht richtig funktioniert. Sie kann aber nicht repariert werden, weil sie zu alt ist und es keine Ersatzteile mehr gibt. Das Problem wird aber abgestellt“, erklärt er.

Um bei Feuer die Alarmierung sicherzustellen, habe die Anfang der 60er-Jahre errichtete Schule eine Handsirene erhalten, die im gesamten Schulgebäude hörbar sei. Diese Sirene befinde sich in Händen des Hausmeisters. Wenn er nicht anwesend sein sollte, müsse er die Verantwortung an einen Lehrer weitergeben. „Es ist eine Sache der schulischen Organisation, dass diese Sirene an zentraler Stelle steht“, meint Eickhoff, der auch auf die Prioritätenliste eingeht.

Seit 2005, so der Gebäudemanager, würden alle Schulen brandschutztechnisch überarbeitet. Alleine in die Gesamtschule habe man mehrere Millionen Euro für Brandschutzmaßnahmen investiert.

Brandschutzarbeiten in der Realschule, in der KGS Teveren, in der KGS Immendorf und in der KGS Würm seien abgeschlossen. Im nächsten Jahr sei die GGS Geilenkirchen, im Jahr 2017 die KGS Geilenkirchen vorgesehen. „Bis zur Haushaltssicherung im Jahr 2012 haben wir jährlich eine Million Euro in Brandschutzmaßnahmen investiert. Seit wir in die Haushaltssicherung geraten sind, waren es noch 500.000 Euro im Jahr“, sagt Eickhoff, der auch darauf hinweist, dass sich die Anforderung an den Brandschutz seit dem Flughafenbrand in Düsseldorf im Jahre 1996 immer weiter verschärften.

„Das ist wie das Rennen von Hase und Igel. Wir rennen den Anforderungen an den Brandschutz hinterher. Aber auch unsere personellen und finanziellen Ressourcen sind begrenzt.“ Für ihn steht fest: In zwei Jahren ist auch die KGS Geilenkirchen brandschutztechnisch auf dem neuesten Stand und die Handsirene Geschichte.

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