Übach-Palenberg - Der Bucksberg ist nicht mehr verkehrssicher

Der Bucksberg ist nicht mehr verkehrssicher

Von: Renate Kolodzey
Letzte Aktualisierung:
12282820.jpg
Risse und Unebenheiten noch und nöcher: Der Bucksberg ist in einem bedauernswerten Zustand. Foto: Mönch
12282825.jpg
Achim Vogelheim, Fachbereichsleiter Hoch- und Tiefbau der Stadt Übach-Palenberg (4.v. r.), erläutert den Bewohnern der Straße „Am Bucksberg“ auf der Einwohnerversammlung das Projekt. Foto: Kolodzey

Übach-Palenberg. Gut gefüllt war kürzlich der große Sitzungssaal im Übacher Rathaus bei der Einwohnerversammlung zur Straßenerneuerung „Am Bucksberg“. Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch hieß die Gäste willkommen und begrüßte auch die Anwesenden auf dem Podium: Diplom-Ingenieur Stefan Bousonville, Projektleiter IngenAix GmbH, die Stadtverordneten Fred Fröschen (CDU), Thomas Gottschalk (CDU), Sven Bildhauer (SPD), Heiner Weißborn (SPD), Wolfgang Bien (UWG), Frank Kozian (Grüne) und Herbert Mlaker (FDP-USPD) und als Vertreter der Verwaltung Helmut Mainz, Achim Vogelheim, Elisabeth Simon, Herbert Söhnen und Peter Steingaß.

Achim Vogelheim, Fachbereichsleiter Hoch- und Tiefbau, stellte das Projekt vor und wies darauf hin, dass Mitarbeiter der Stadt, die regelmäßig alle Verkehrswege befahren, festgestellt hätten, dass die Straße „Am Bucksberg“ nicht mehr verkehrssicher sei. Nachdem die betroffenen Anwohner informiert wurden, sei der nächste Schritt, die Entwurfsplanung zu Ende zu bringen. Vorschläge seitens der Anwohner könnten in die Bauplanung eingearbeitet und sodann Verwaltung und Rat vorgelegt werden.

Die neue Straße, legte Vogelheim dar, sei eine beitragspflichtige Maßnahme. Die Kosten müssten laut Kommunalabgabengesetz (KAG) von den Hauseigentümern mitgetragen werden. Auch Teilstücke zwischen Kanal und Straße müssten eventuell erneuert werden. Da sie den jeweiligen Eigentümern gehören, müssten sie auch die Kosten übernehmen. Was Straßenaufbrüche nach Fertigstellung der Straße betreffe, konnte der Fachbereichsleiter nicht versprechen, dass die Straße nicht nochmals für Versorgungsträger aufgerissen werden müsse. Man werde sich abstimmen, damit eventuelle Maßnahmen möglichst vor der Erneuerung erfolgen. Straßenaufbrüche nach Abschluss könnten auch bei einem Hausverkauf und diesbezüglich nötiger Energieversorgung erforderlich werden.

Diplom-Ingenieur Stefan Bousonville, Projektleiter bei der Aachener IngenAix GmbH, verantwortlich für die Planung und später die örtliche Bauüberwachung der Straße „Am Bucksberg“, erläuterte die Notwendigkeit der vollständigen Erneuerung: Es gäbe keinen ausreichenden Straßenunterbau, zahlreiche Aufbruchstellen, daher Setzungen und Rissbildungen, und es dringe Wasser in den Untergrund ein, wodurch sich Frostschäden manifestierten. Aus all diesen Gründen seien Gewährleistung und Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben. Bousonville unterstrich seine Ausführungen durch entsprechende Fotos der Straße. Das Ziel, so der Projektleiter, seien zwei Meter breite Gehwege beidseitig und eine sechs Meter breite Fahrbahn. Weiterhin erklärte er, dass eine barrierefreie Querungsstelle mit Bordsteinabsenkung entstehen solle. Wo derzeit Poller stehen, werde durch eine 3,50 Meter breite Einengung die Querung fußgängerfreundlich gestaltet.

Vogelheim ergänzte, dass auch ein Teilstück des Kanals im Anschlussbereich an den Kanal der Rimburger Straße erneuert werde, da er an dieser Stelle extrem korrodiert sei. Diese Kanalerneuerung sei nicht ursächlich für die Straßenerneuerung, und selbst wenn dies der Fall wäre, müssten die Kosten geteilt werden. Außerdem hob er hervor, dass die Anwohner während der Baumaßnahmen nicht immer ihr Grundstück erreichen könnten. Für Mülleimer werde ein Sammelpunkt eingerichtet, und wer aus gesundheitlichen Gründen Probleme habe, die Behälter dort hinzubringen, bekomme Hilfe. Es werde ein Protokoll der Einwohnerversammlung verschickt mit Telefon-Nummern von Ansprechpartnern, an die man sich wenden könne.

Ferner werde es eine Beweissicherung mit Fotos durch Gutachter in der Straße geben, merkte Vogelheim an, da einige Mauern an die Straße heranreichen. Sollten sie beim Bau Schaden erleiden, werde dieser ersetzt. Ebenso falls auf den Grundstücken etwas aufgebrochen werden müsse. Die Anwohner würden im Vorfeld nochmals angeschrieben.

Der Fachbereichsleiter bezifferte die Baukosten für die Straße auf 295 000 Euro und 56 000 Euro für das Teilstück der Kanalerneuerung. Abrechnungsfähig im Sinne von KAG-Beiträgen sei die Straße. Die Materialkosten für den Kanal trage die Stadt. Er werde nur zu einem kleinen Teil auf die Anwohner umgelegt.

Der Zeitplan gestalte sich wie folgt: Abschluss der Planung im dritten Quartal, Ende des Jahres erfolge die Ausschreibung, und im Frühjahr 2017 solle mit dem Bau begonnen werden. In diesem Jahr sei geplant, den Hauptkanal zu sanieren. Hierbei werde eine Art Schlauch, der sogenannte Inliner, durchgezogen.

Nach all diesen Fakten durften die Zuhörer Fragen stellen und Wünsche äußern. Beispielsweise wurde die Verkehrsbehinderung in Form einer fußgängerfreundlichen Einengung akzeptiert, jedoch solle sie eventuell an anderer Stelle erfolgen. Niemand wollte ferner die sogenannte Nase an der Einmündung Rimburger Straße, die das Rechtsabbiegen auf den Bucksberg in einem Zug fast unmöglich macht. Die Verwaltung hatte jedoch schon länger deutlich gemacht, dass dieses Problem sich nicht beheben lassen wird.

Auch die Frage nach den Kosten wurde gestellt: Sie seien für jeden Bürger unterschiedlich, alle würden angeschrieben, erklärte Vogelheim. Jungnitsch ergänzte, dass die Beiträge erst nach Fertigstellung der Straße im Jahre 2018 erhoben würden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert