Der Besuch des Ü-Bades wird zu einem teuren Spaß

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. Wenn es ums Schwimmen geht, ist die Stadt Übach-Palenberg stets sehr bürgerfreundlich orientiert und bemüht gewesen, die Gebühren auf möglichst niedrigem Niveau zu halten. Das dürfte sich nun ändern.

Und zwar wenn der Beschlussvorschlag der Verwaltung Realität wird, mit dem sich der Ausschuss für Schulen, Kirchen, Vereine und Integration am Dienstag, 16. November, 16.30 Uhr, beschäftigt. Die Satzung des Ü-Bades wurde letztmalig im Mai dieses Jahres mit der Einführung des Pool-Passes, des Wasserratten-Tickets, der Family-Wasserspaßkarte und des Feierabendtarifes überarbeitet. Die übrigen, nun zur Diskussion stehenden Tarife sind seit Juni 2008 konstant geblieben.

Den Dreh an der Gebührenschraube begründet Helmut Mainz, Leiter des städtischen Amtes für Schul-, Sport und Wohnungswesen, mit dem „hochdefizitären Betrieb des Ü-Bades”. Zudem sei die Stadt vor dem Hintergrund des Haushaltssicherungskonzeptes durch die Aufsichtsbehörden angehalten, Einnahme-Erhöhungen nachweisen.

Für den Badbenutzer hat dies die unangenehme Folge, dass er zum Teil ganz gewaltig, nämlich bis zu 50 Prozent mehr, für den Eintritt löhnen muss. Eine Einzelkarte für Erwachsene soll künftig 5 Euro kosten - bisher 3,50 Euro; Jugendliche sollen 3 Euro (bisher 2,50) berappen. Die Zehnerkarte für Erwachsene soll von 30 auf 45 Euro steigen, Jugendliche sind mit 30 Euro (20) dabei.

Die übrigen Tarife sollen wie folgt angehoben werden: Sonntagsfamilienkarte für Familie 7Euro (6), für Alleinerziehende 6 Euro (5); Kinderschwimmkurs 90 Euro (80); Aqua Fitness 30 Euro (20); Kindergeburtstag 15 Euro (10); die Jahreskarte für Erwachsene 250 Euro (200), für Jugendliche 175 Euro (125). Die Gebühren für die Sauna sehen nach dem Verwaltungsvorschlag so aus: Einzelkarte für Erwachsene 10 Euro (9), für Jugendliche 7 Euro (6); Fünferkarte für Erwachsene 45 Euro (40), für Jugendliche 30 Euro (28); Zehnerkarte für Erwachsene 85 Euro (75), für Jugendliche 60 Euro (45).

Einkommensschwache Schichten

Die Gebühren-Explosion dürfte vor allem die Sozial Schwachen in der Stadt empfindlich treffen. Man erinnere sich: Die millionenschwere Sanierung des Ü-Bades war seinerzeit vor allem auch damit begründet worden, den einkommensschwachen Schichten eine erschwingliche Alternative zu teuren Urlaubs- und Freizeitangeboten zu ermöglichen. Zahlreiche Einwohner machten sich - per Unterschriftenaktion - für den Erhalt des Open-Air-Traktes stark, schließlich war es übereinstimmender politischer Wille, das Freibad grundauf zu modernisieren und wiederzueröffnen. Nun zeigt sich offensichtlich die Schattenseite des Sommersonne-abhängigen Außenbetriebes.

Wie sagte einmal ein Ratsherr aus Übach-Palenberg so treffend: „Schönes Wetter ist die beste Werbung für das Ü-Bad.” Schade nur, dass diese Werbung nicht zuverlässig funktioniert.
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