Der Aachener Künstler Karl-Heinz Jeiter stellt aus

Von: Georg Schmitz
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Henriette Echghi-Ghamsari und Künstler Karl-Heinz Jeiter. Foto: g.s.

Geilenkirchen. Ein Kunstwerk zu deuten ist nicht immer leicht und liegt zumeist im Auge des Betrachters. Der Aachener Karl-Heinz Jeiter sieht seine Werke als „reine Zeichnungen“, sein Übach-Palenberger „Kollege“ Professor Dieter Crumbiegel hingegen lobt Jeiter als einen Künstler, der eine eigene Art von Malerei geschaffen habe.

„Das ist abstrakte Malerei, die sich aus Linien zusammen setzt. Alles beginnt mit Linien, die dann überarbeitet werden“, umschreibt Crumbiegel bei der Ausstellungseröffnung im ehemaligen Heimatmuseum in Geilenkirchen Jeiters Werke.

Die ausgestellten Bilder lassen sicher Interpretationen zu, doch für den Aachener Künstler sind es nun einmal Zeichnungen. Er verwende nur Bleistift und Farbstift, unterstützend auch Radiergummi und Schmirgelpapier. „Der Umgang mit der Linie ist mir wichtig“. Aus Linien werde ein Ganzes geschaffen. Linien, in Schraffuren angelegt, würden farbige Flächen als Grundierung bilden. Jeiter: „Die Linien bilden nichts anderes ab, als sich selbst, bilden in ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten einen ästhetischen Kosmos, den ich Zeichnung nenne.“

Unauffällig und bescheiden hält sich Karl-Heinz Jeiter bei der Vernissage im Hintergrund. Sein auffallendes und herausragendes Werk „Toccata und Fuge“ steht dazu im krassen Gegensatz: Es ist 3,30 mal 2,10 Meter groß und prall gefüllt mit Strichen und Linien. „Eine Fläche ist aus der Entfernung betrachtet eine Linie“, macht Kunsthistoriker Stefan Skowron bei der Einführung in die Ausstellung klar. Die Macht der Linie sei schier grenzenlos.

30 runde, quadratische und rechteckige Bilder von ihm sind im ehemaligen Heimatmuseum an der Vogteistraße 2 noch bis zum 24. Mai ausgestellt. Präsentiert wird die Ausstellung vom Verein „GK KULTURgut“. Dessen Vorsitzende Henriette Echghi-Ghamsari dankte Jeiter für die Bereitschaft, seine Werke den Geilenkirchenern näher zu bringen. „Ich finde es toll, so einen renommierten Künstler begrüßen zu dürfen“, freute sich Echghi-Ghamsari.

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