Denkmalschützer üben Kritik: Badehaus eine Gefahr?

Von: Jennifer Hapke
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Wahlen bei den Denkmalschützern: Unser Bild zeigt Rainald Folz, Horst Laukamp, Klaus Burghardt, Matthias Zavrtak (vorne von rechts) sowie Peter Lürken und Willi Görtz (hinten von rechts). Foto: Jennifer Hapke

Übach-Palenberg. Der alte und neue Vorsitzende des Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (VDL) im Kreis Heinsberg heißt Rainald Folz aus Übach-Palenberg. Dies wurde auf der Jahreshauptversammlung im Mehrgenerationenhaus am Palenberger Bahnhof einstimmig bestätigt.

Bei dieser Versammlung wurde auch mächtig Kritik an der Stadtverwaltung geübt: Die Mitglieder ärgert nicht nur die Baumfällaktion im Stadtgebiet Übach-Palenberg, sondern auch, dass man auf Schreiben an die Stadtverwaltung keine Antwort mehr erhalte.

Am 15. August 2016 habe man ein Schreiben an die Stadt geschickt, mit der Bitte, das römische Badehaus im Naherholungsgebiet zu sanieren. Bis heute sei darauf seitens der Stadt keine Antwort erfolgt. „Das Problem dabei ist ja nicht nur, dass das Badehaus immer weiter kaputtgeht, sondern dass es auch eine Gefahrenquelle darstellt, da die Stufen aus Holz mittlerweile morsch sind“, erklärt Rainald Folz.

Folz‘ Stellvertreter sind weiterhin Mathias Zavrtak und Horst Laukamp. Auch die anderen zu vergebenden Posten wurden durch Wiederwahl besetzt. Kassierer bleibt Klaus Burghardt, und Schriftführer ist weiterhin Peter Lürken. Ludwig Fuchs und Dieter Joeris bleiben weiterhin Kassenprüfer.

Hinsichtlich der Mitgliederzahl zeigt sich durchweg konstant hoher Zuspruch, der aktuell bei 76 Mitgliedern liegt. Auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit blickte Vorsitzender Rainald Folz zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. „Wir verschicken 160 bis 180 Halbjahresprogramme an Mitglieder und Interessenten“, sagte er, „dazu gibt es eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit den niederländischen und benachbarten Geschichtsvereinen.“

Besonders hervorzuheben ist hier auch der Arbeitskreis Regional- und Ortsgeschichte unter Leitung von Willi Goertz, der im vergangenen Jahr sehr aktiv war. Neben einem Buch über die Ortsgeschichte Grotenraths schrieb er auch Artikel für den Heimatkalender. Außerdem arbeitet er im Moment an einer eigenen Vereinsschrift.

Aber nicht nur Vorträge und Versammlungen, sondern vor allem der aktive Landschaftsschutz ist Bestandteil der Vereinsarbeit. So wurden zwischen Scherpenseel und Grotenrath, wie in den vergangenen Jahren auch, auf Betreiben des Vereins Feldrandbepflanzungen angelegt, deren Pflege auch den Vereinsmitgliedern zufällt. „Auch eine große Anzahl von Nistkästen müssen jährlich gereinigt und gewartet werden, wobei in diesem Jahr schon wieder 20 neue Kästen dazugekommen sind“, erklärte Folz.

Die nächste Aktion, an der der Verein teilnehmen wird, wird die Feld- und Waldreinigung in Scherpenseel am Samstag, 25. März, sein.

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