Geilenkirchen - Den Winterdiensten geht das Streusalz aus

Den Winterdiensten geht das Streusalz aus

Von: Andreas Gabbert
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Ständig im Einsatz gegen Schnee und Glätte: Wolfgang Jansen(rechts) und seine Mitarbeiter halten in Geilenkirchen die Straßen und Gehwege frei. Langsam geht ihnen aber auch das Streusalz aus. Foto: Andreas Gabbert

Geilenkirchen. Streusalz ist ein wichtiges Mittel der Räumdienste gegen glatte Straßen und Gehwege. Doch das wird langsam knapp. „Es ist schwierig noch irgendwo Salz zu bekommen. Die Lager der Zulieferer sind leer”, weiß der Leiter des Geilenkirchener Bauhofs, Wolfgang Jansen.

Normalerweise bekommt er das Salz aus Maastricht geliefert, diesmal musste Jansen aber bis nach Heilbronn ausweichen. Am Samstag hat er nachbestellt. Ob und wann der Nachschub kommt, weiß er noch nicht, ihm bleibt nur zu hoffen.

Im vergangenen Winter wurden in Geilenkirchen rund 250 Tonnen Salz gestreut. In diesem Winter waren es bislang rund 100 Tonnen Salz, rund 80 Tonnen liegen noch im Lager. „Wenn nichts mehr da ist, müssen wir eben auf abstumpfende Mittel wie Split oder Granulat ausweichen”, erklärt Jansen. Wenn die Temperaturen unter -10 Grad sänken, müsse ohnehin auf solche Mittel zurückgegriffen werden, da das Streusalz dann nicht mehr wirke.

Viel geräumt

In Übach-Palenberg sieht die Lage ähnlich aus. „Was wir noch haben, teilen wir uns ein”, sagt Clemens Gehlen, der den Bauhof leitet, gelassen. In den nächsten Tagen rechnet er noch nicht mit Problemen. „Wir haben viel geräumt und dadurch Salz gespart”, sagt Gehlen. Wenn es aber wieder richtig schneie, müsse man sehen, wie es weitergehe. Auch er hat Nachschub bestellt und geht davon aus, dass die Bauhöfe als erste beliefert werden.

Dank eines neuen Schleppers und eines neuen Schneeschildes wird auch in Gangelt am Salz gespart. „Damit lässt sich besser und gleichmäßiger räumen”, erklärt Franz Jansen, Leiter des Bauhofs Gangelt. Er wartet ebenfalls auf seine Lieferung. „Ende der Woche soll sie hier sein, mal sehen ob der Lkw durch kommt”, sagt Jansen. Und wenn nicht? „Dann leihen wir uns etwas bei der Straßenmeisterei oder beim Kreis, dort sind die Vorräte größer.” Noch sei es aber nicht soweit, die Gemeinden würden sich untereinander gut aushelfen.

Ob mit oder ohne Streusalz, die Winterdienste kommen momentan nicht zur Ruhe. Jeden Morgen um 4 Uhr wird Wolfgang Jansen von seinem Wecker aus dem Schlaf gerissen. Nach einem Blick aus dem Fenster, ruft er - je nachdem wie die Witterungsverhältnisse aussehen - erstmal bei der Polizei an. „Schließlich wissen die Streifenwagenbesatzungen ziemlich gut, wie es auf den Straßen aussieht.” Dann zieht er sich an, um besonders kritische Punkte, an denen es schnell zu Glatteis kommen kann, zu kontrollieren. Danach entscheidet er über den Einsatz der Räum- und Streufahrzeuge. Auf seine Mitarbeiter kann sich der 49-Jährige sich dabei stets verlassen: „Die sind für mich ständig zu erreichen, ob am Tag oder mitten in der Nacht.”

Streuen nach Priorität und mit Plan

Dem Winterdienst in der Stadt Geilenkirchen stehen zwei Unimogs, ein Lkw, ein Schlepper und ein Kleinschlepper für Rad- und Gehwege zur Verfügung. Sechs Mann sind zu Fuß unterwegs, um Bushaltestellen, Parkdecks und Brücken sauber zuhalten und abzustreuen.

Verschiedene Dringlichkeitsstufen regeln, welche Straßen zuerst geräumt werden.

Der Einsatz der Fahrzeuge ist gut koordiniert. In einem so genannten Streubuch wird festgehalten, wo welches Fahrzeug zu welcher Zeit genau war.

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