Den Übach ökologisch wieder aufwerten

Von: mabie
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Nabu und Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen aus Ubach-Palenberg entwickelten bei einer Wanderung entlang des Ubachs ihre Vorstellungen einer ökologischen Aufwertung des Flusses. Repro: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Er ist klein, schlängelt sich so durch Übach, ist teilweise abgedeckt, kann aber nach Starkregen teilweise durchaus zum reißenden Strom mutieren: der Übach als Namensgeber des Stadtteils.

Bei einer Wanderung entlang des Flusslaufs zwischen dem „Ü-Bad” und Herbach zeigten Mitglieder des Ortsvereins Übach-Palenberg des Nabu (Naturschutzbund Deutschland) den Lokalpolitikern von „Bündnis 90/Die Grünen” aus Übach-Palenberg, wie und mit welchen Mitteln der Übach ökologisch wieder aufgewertet werden kann.

Baumschutzsatzung

Ziel könnte sein, dass er sowohl für die Natur einen Wert erhält, wie auch für die Bürger an Qualität gewinnt. Die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge sollen mit der Stadt beraten und schließlich als Antrag in den Rat eingebracht werden.

Darunter findet sich zum Beispiel auch die Erstellung einer Baumschutzsatzung, die es bislang in Übach-Palenberg noch nicht gibt. Mit Renaturierungsmaßnahmen wie dem Abbau von hemmenden Betonschalen oder auch der Schaffung von Maändrierungen sowie dem Bau eines Staubeckens für Stehgewässer könnte auch der Hochwasserschutz verbessert werden.

Standort für das Staubecken könnte die tiefliegende Stelle zwischen dem Gelände des Hundesportvereins und Herbach sein. Nistkästen für gefährdete Vogelarten, Feldermauskästen aufzustellen, Vogel- und Insektenarten festzustellen und gegebenenfalls zu kartieren, wie auch ein Pflegekonzept für bachnahe Bereiche zu erstellen, steht ebenfalls auf der Liste.

Der kaum noch erkennbare Baumlehrpfad mit seiner einzigartigen Beschreibung hier heimischer Bäume soll ebenso freigelegt werden. Begrüßt wird von Nabu und Grünen auch die Freilegung der so genannten „Via Belgica”.

Via Belgica

In diesem Zusammenhang weisen die Teilnehmer darauf hin, dass sowohl die Euregionale 2008 und die Regionale 2010 es sich zum Ziel gesetzt haben, gemeinsam einen Beitrag zur Sicherung und Entwicklung des kulturellen Erbes der „Via Belgica” zu leisten. Die Arbeiten sollen natürlich auch mit den Städten Herzogenrath und Übach-Palenberg abgestimmt, sowie in ein hydrologisches Gutachten eingebunden werden.

Einigkeit herrschte bei den Exkursionsteilnehmern darüber, dass eine mögliche L240n im Falle ihres Baus eine sehr schwere Beeinträchtigung des wertvollen Naturpotenzials bedeuten würde. Das, da sind sich Nabu und Grüne sicher, schmälere den Naherholungswert dieses beliebten Gebietes, extrem.
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