Den Finger am Abschussknopf

Von: Markus Bienwald
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Sie freuten sich über das 25-jährige Bestehen der „FKG 2“-Traditionsgemeinschaft (v.l.): Klaus Bohlmann, Wolfgang Loup, Stefan Decker, Vorsitzender General a. D. Gerhard Kemmler und Wilhelm Justen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Ein großes Hallo gab es zum Treffen anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Traditionsgemeinschaft des „Flugkörpergeschwaders/FKG 2“ allenthalben. „Manche der Ehemaligen haben sich lange Zeit nicht gesehen“, kommentierte Vorstandsmitglied Wilhelm Justen die vielen Begrüßungen.

So wurde der Platz im „Hotel Restaurant am Markt“ schnell knapp, aber das war für die Offiziellen nur Grund zu noch mehr Freude über das Wiedersehen.

Zur Feier des Tages sprach Brigadegeneral a.D. Gerhard Kemmler zu den Gästen und freute sich, dass mit dem ehemaligen Vorsitzenden Klaus Bohlmann auch ein Kamerad der ersten Stunde anwesend war. General Kemmler selbst war bis 1981 zehn Jahre lang Angehöriger des FKG 2, und ist erst seit März Vorsitzender. „Auch heute habe ich noch recht gute Kontakte zum Luftwaffenmuseum in Berlin und weiß, welch wichtige Aufgaben durch unsere Traditionsgemeinschaf an dem dort ausgestellten Waffensystem Pershing Ia kontinuierlich erfüllt werden“, lobte Kemmler.

Gerade vor dem Hintergrund, dass der Traditionsgemeinschaft kein eigener Erinnerungsraum am früheren Standort Selfkantkaserne mehr zur Verfügung steht, sei solche Arbeit immens wichtig.

Engagierte Gemeinschaft

Für Kemmler ist aber nicht nur das lange Bestehen der Gemeinschaft ein Grund zum Feiern. Es sei mehr als nur Geschichte, Kameradschaft, Erinnerung und Stolz, der die Menschen noch heute, lange nach dem Ende des FKG 2 mit ihrer ehemaligen Dienststelle verbindet. Da das Waffensystem technischen Perfektionismus einforderte, die nukleare Sicherheit und Bewachung von Sprengköpfen und Abschussgeräten ein Schwerpunkt war und die Einheit nicht nur höchste Einsatzbereitschaft mit vielen Übungen und der unmittelbaren operativen Anbindung an die Nato verband, waren die Angehörigen des FKG 2 eine ebenso eingeschworene wie engagierte Gemeinschaft.

„Jeder einzelne Soldat des Geschwaders wurde bis an seine persönliche Grenze belastet, jeder hatte seine spezielle Aufgabe und jeder war vom anderen abhängig“, erinnerte sich Kemmler.

Das habe die Gemeinschaft zusammengeschweißt und ein ausgeprägtes Teamdenken produziert. „Den Finger am Abschussknopf zu haben, in vollem Bewusstsein dessen, was im Ernstfall passieren würde, war aber auch ein zermürbender Gedanke“, sagte er weiter. Dennoch sei die Aufgabe zur höchsten Zufriedenheit aller Beteiligten „offensichtlich perfekt erfüllt“ worden, so dass die Ehemaligen heute noch stolz auf das Geleistete sein können. Dass das Ganze spontan im Laufe der Auflösung des „FKG Zwo“ schon vom Wunsch zur Gemeinschaftsgründung im April 1991 führte, passt da ins Bild einer gut funktionierenden Gemeinschaft.

Regelmäßiger Stammtisch

„Wenn auch organisatorische Veränderungen im militärischen Bereich viele Möglichkeiten für die gemeinsamen Treffen eingeschränkt haben, so gibt es immer noch einen regelmäßigen monatlichen Stammtisch in der Selfkantkaserne“, ergänzte Wilhelm Justen am Rande der Veranstaltung. Auch Gäste sind herzlich willkommen, sich auch auf dem eigenen Internetauftritt unter www.fkg2.de einen Eindruck von der Gemeinschaft zu verschaffen.

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