Demographischer Wandel: Was muss der Einzelhandel tun?

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Er sprach vor den Einzelhändlern über den demografischen Wandel: Manfred Piana. Foto: Schmitz

Geilenkirchen. „Der demografische Wandel und seine Auswirkungen auf den Einzelhandel” lautete das zweite Thema der im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „GK.aktiv!”. Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Geilenkirchen hatte für den Vortrag im Sportpark Loherhof den Geschäftsführer des Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes Aachen-Düren-Köln, Manfred Piana, als Referent gewinnen können.

Der Veranstalter hatte sicherlich mehr als die nur 16 Geschäftsleute aus der Stadt erwartet, wird die Thematik die Menschen doch aktuell wie auch zukünftig beschäftigen.

Eingangs verwies Manfred Piana auf die alternde Gesellschaft. Den Ruheständlern stünden heute jährlich 300 Milliarden Euro zur Verfügung, bei einer durchschnittlichen Rente von 1500 Euro im Monat. Allerdings würden immer weniger Kinder geboren, was Konsequenzen für den Einzelhandel mit sich bringe.

Unter Berücksichtigung der alternden Bevölkerung müssten neue Nahversorgungskonzepte entwickelt werden, mit einer Versorgung vor Ort, ohne weite Wege in Kauf nehmen zu müssen. Der Geschäftsführer verwies auf ein beispielhaftes Projekt in Jülich-Barmen, wo in einem Gebäudekomplex ein Nahversorgungssortiment besonders den älteren Menschen entgegen komme.

Manfred Piana ging auf eine Prognose der Bertelsmannstiftung ein, der zufolge die Einwohnerzahl der Stadt Geilenkirchen bis 2025 von heute 28.400 auf dann 29.300 steige. „Im gleichen Zeitraum wird sich die Zahl der über 80-Jährigen in der Stadt mit einer Zunahme von 95 Prozent fast verdoppeln”, sagte der Geschäftsführer.

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, müsse der Einzelhandel seine Geschäftspolitik neu ausrichten und mehr auf ältere Menschen eingehen. Die Ergebnisse einer Umfrage machten die Wünsche der „Generation 50-plus” deutlich. Demnach plädieren die über 50-Jährigen für freundlich-helle Geschäfte, saubere sanitäre Einrichtungen, den Abbau von Stolperfallen beziehungsweise eine sichere Wegeführung und ausreichende Sitzmöglichkeiten zum Ausruhen.

Zu den Wünschen gehörten auch eine bessere Übersicht bei der Warenpräsentation, bessere Lesbarkeit bei der Preisauszeichnung, keine zu hohen Regale und zugestellte Gänge. Der Kunde soll sich als König fühlen können, und daher müsse das Augenmerk auf freundliches Personal und gute Beratung gelegt werden.
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