Geilenkirchen - Demographischer Wandel hinterlässt auch in Geilenkirchen Spuren

Demographischer Wandel hinterlässt auch in Geilenkirchen Spuren

Von: g.s.
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Alfons Nickels und der Leiter
Alfons Nickels und der Leiter des Kreisgesundheitsamtes Karl-Heinz Feldhoff (v.r.) im Gespräch mit dem Referenten Markus Leßmann. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der demographische Wandel wird auch in Geilenkirchen seine Spuren hinterlassen. Das wurde bei einem Vortrag von Markus Leßmann, Leiter der Abteilung Pflege, Alter und demographische Entwicklung im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, im Franziskusheim deutlich.

„Älter werden in Geilenkirchen” lautete das Thema, doch den weitaus größten Teil des Referates machten statistische Zahlen und die Landespolitische Sichtweise zum Thema Demographie aus.

Geilenkirchens Beigeordneter Herbert Brunen begrüßte eingangs die rund 60 Gäste und dankte zugleich dem Franziskusheim, das den Saal für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatte.

„Es ist nicht überall selbstverständlich, dass sich die Kommunen mit dem demographischen Wandel so intensiv befassen wie hier in Geilenkirchen”, sagte Markus Leßmann. Er verwies darauf, dass das Land die aus dem demographischen Wandel anstehenden Aufgaben im Dialog mit den Bürgern angehen wolle. Deutlich würde, dass bis zum Jahr 2030 die Bevölkerung in NRW auf 17,2 Millionen und bis 2050 auf sogar 15,7 Millionen schrumpfe. Während der Anteil der unter 18-Jährigen sinke, wachse der Anteil der über 65-Jährigen und besonders stark der der über 80-Jährigen.

Bei den Seniorinnen und Senioren dieses Alters bestehe Unterstützungsbedarf. So zählten altengerechte Wohnungen, gemeinschaftliche Wohnformen, Betreutes Wohnen und stationäre Pflegeplätze zu den Wohnsituationen im Alter. „Wir müssen die Wünsche der Menschen berücksichtigen und alsbald die soziale Infrastruktur altengerecht anpassen”, so Markus Leßmann, der anschließend die Frage stellte, wie die Quartiere der Zukunft aussehen könnten.

Dazu gehöre das komplette Wohnumfeld mit Einkaufsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen dazu - ein Quartier. „Das heißt, alles ist in Pantoffelnähe erreichbar”, so der Referent. Quartiere müssten zwar altengerecht sein, aber dennoch allen Generationen Lebensraum bieten. Dabei müsse eine Vielfalt altersgerechter Wohnformen für die verschiedenen Lebensphasen genauso Berücksichtigung finden wie Pflegeangebote, zuverlässige und ortsnahe Versorgung sowie die Einbeziehung von Bürgerschaftlichem Engagement. Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen habe die Landesregierung jetzt eine Initiative auf den Weg gebracht. So sei am 1. Juni 2012 das „Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW” eingerichtet worden.

Im Anschluss an den Vortrag hatten die Gäste Gelegenheit, dem Referenten Fragen zu stellen.
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