Dekanats-Schützenfest: Seltene Ehrungen, klare Worte, gute Unterhaltung

Von: agsb
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Peter Krückels (r.) erhielt das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz. Helmut Kohnen, Bernd Henderikx und Heinz Bleilevens wurden mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet. Foto: agsb

Geilenkirchen-Hatterath. Bei der St.-Peter-und-Paul-Schützenbruderschaft Hatterath wurde das Dekanats-Schützenfest Gangelt-Selfkant gefeiert. Heimatabend, ein volles Zelt, der „Große Zapfenstreich“ zum Abschluss – den Besuchern wurde einiges geboten.

Die Spielmannsleute vorneweg, dann der Musikverein St. Anna Tripsrath, dahinter die Freiwillige Feuerwehreinheit Gillrath-Hatterath mit ihren brennenden Fackeln, dann die Schützen – vor dem krönenden Abschluss gab es ein „Schöttefest“ der besonderen Art. Die Showtanzgruppe Flashlights aus Waldenrath hatte Schützen, Spielmannsleute und Königspaar im Gepäck und ließ auf der großen Bühne die Bretter beben. Da hätten viele Besucher beim Königswalzer gerne in den Armen der charmanten Mädels mitgetanzt. In der Programmfolge hatten die Verantwortlichen der St.-Peter-und- Paul-Schützen Hatterath ein glückliches Händchen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Trommler- und Pfeiferkorps Gillrath, der Musikverein Tripsrath und der Männergesangsverein Plums Quartettverein Teveren.

Hatteraths Schützenpräsident Peter Krückels begrüßte viele Ehrengäste und freute sich besonders, in den Reihen der Gäste viele ehemalige Hatterather Einwohner begrüßen zu dürfen. Für die ehemaligen Hatterather hielt Armin Burbach seine Laudatio auf die Heimat. „Hatterath ist so geblieben, wie es immer war“, zollte Burbach seinem Heimatort großes Lob. Schirmherr Heinz Kohnen sah wie Bürgermeister Thomas Fiedler ein intaktes Hatterath. „Hier haben die Schützenideale mit Glaube, Sitte und Heimat noch Werte“, umschrieben beide das Schützenwesen im Ort.

Pfarrer Winfried Müller, selbst 30 Jahre in Hatterath aktiv und fast ein Hatterather, hatte schnell die Lacher auf seiner Seite. Müller rückte beim Blick auf das Schützendekanat Gangelt-Selfkant besonders Ehrendekanat-Bundesmeister Heinrich Aretz in den Mittelpunkt. „Nur über meine Leiche“, hatte sich Aretz zum Versuch des Bundes der historischen Deutschen Schützen geäußert, aus dem Dekanat einen Schützenbezirk zu machen. Dekanats-Bundesmeister Ludwig Kaprot steht wie alle Mitgliedsvereine hinter dieser Aussage: „Die beißen auf Granit“, erklärte Kaprot. Schützenpräses René Mertens sah in seinem Grußwort das Schützenwesen auf einen guten Weg. „Es ist gut, dass es Menschen gibt, die für die Ideale stehen und diese leben“, so Mertens.

Höhepunkt eines jeden Heimatabends ist die Auszeichnung verdienter Vereinsmitglieder. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Peter Hellebrandt und der derzeit amtierende Schützenkaiser Wilfried Kohnen gewürdigt, stolze 40 Jahre dabei ist Franz Bertrams. Er erhielt wie auch Franz Ronkartz eine Auszeichnung. Dieser ist seit einem halben Jahrhundert dabei.

Für besondere Verdienste im Schützenwesen wurden Rita Bleilevens, Peter Birmanns, Toni Niessen und Hans Plum mit dem St.-Sebastianus-Diamantschliffabzeichen ausgezeichnet. Mit dem Silbernen Verdienstkreuz wurden danach Katja Schmölders, Karl-Heinz Becker, Matthias Krückels, Gerhard Frohn und Josef Heinrichs ausgezeichnet. Den Hohen Bruderschaftsorden erhielten Dieter Biller, Wolfgang Bleilevens und Herbert Heinrichs. Heinz Bleilevens, Bernd Henderikx und Helmut Kohnen (seit 2004 General der Bruderschaft) wurden mit dem St.- Sebastianus-Ehrenkreuz ausgezeichnet.

Absoluter Höhepunkt im Ehrungsblock war die Verleihung des Schulterbandes zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz an den Präsidenten Peter Krückels. Diese Verleihung ist eine der höchsten Auszeichnungen im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

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