Geilenkirchen/Berlin - Debbie Schippers nimmt weitere Hürde bei „Voice of Germany“

Debbie Schippers nimmt weitere Hürde bei „Voice of Germany“

Von: das
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Auf das richtige Talent gesetzt: Debbie Schippers mit ihren Coach „Boss burns“ Alec Völkel (BossHoss). Foto: Danielle Schippers
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Ein kleiner, aber harter Kern von Diebbies Fans harrte aus bei frostigen Temperaturen auf dem Markt in Geilenkirchen (Bild). Bei ein paar Tassen Glühwein fieberte beim öffentlichen TV-Schauen die Gruppe dem Einzug ins Finale entgegen, was zur Freude aller auch geschah. Foto: Schippers

Geilenkirchen/Berlin. Debbie Schippers hat es souverän in das Finale der erfolgreichsten deutschen und internationalen musikalischen Castingshow geschafft. Trotz technischer Probleme zeigte sie am Freitag mit „With or without you“ von U2 eine absolut überzeugende und professionelle Leistung und wurde vom Publikum in das Finale von „Voice of Germany“ gewählt, das diesen Freitag in Berlin stattfindet.

Das hätte allein aufgrund ihres Alters anfangs niemand erwartet, die 17-Jährige am wenigsten: „Dass ich besser singen kann als der Durchschnitt, wusste ich. Aber dass ich sogar ins Finale komme und mit Weltstars singen darf und eine eigene Single habe und riesige Konzerthallen fülle, das verstehe ich noch gar nicht, das ist zu krass, einfach unfassbar. Ich bin doch einfach die Schülerin Debbie aus Geilenkirchen“, sagte sie am Morgen nach der Show und einer langen Nacht im TV-Studio. Dort gab sie mit den anderen drei Finalisten noch lange Interviews und stellte sich Presse und Fans für Fotos.

Neben Debbie zogen auch An­dreas Kümmert, Judith van Hel und Chris Schummert in die letzte Runde von „The Voice“ ein. Das Halbfinale in der O2 World-Arena, in der 17.000 Menschen Platz finden, begann direkt mit einem Höhepunkt, Debbie und die anderen Teilnehmer durften mit Katy Perry performen, einem internationalen Superstar. Der Beginn ihres eigenen Auftritts war holprig, denn Debbie hörte in ihrem Ohr nur ein lautes Knacken, ebenso im Studio, und die TV-Zuschauer hörten die technische Störung. Debbie blieb ruhig und zeigte, was die Coaches auch anschließend deutlich sagten, wie professionell sie in ihren jungen Jahren schon ist. Sie deutete auf ihr Ohr und zog ihre Show souverän durch.

Mit dem bekannten soften Song von U2 riss der „Flummi“ aus der ersten Show dann die Gäste von den Plätzen und animierte die TV-Zuschauer, so oft für sie anzurufen und SMS zu schreiben, dass sie ins Finale kam. Knapper als in den vergangenen Shows stach sie damit ihre direkte Gegnerin Tiana Kruskic aus, die mit einem bosnischen Friedenslied aus ihrer Heimat ein sehr privates Lied gewählt hatte, das auch sehr gut ankam.

In Geilenkirchen am Markt hatten sich trotz der eisigen Temperaturen einige Hartgesottene gefunden, die am Public Viewing teilnahmen, sich mit Glühwein warm hielten und sich die Finger wund wählten, als Debbie an der Reihe war. Vor der Übertragung der Show und trotz der Kälte spielte die neu gegründete Band „Rebeat“, die einen Besuch bei zukünftigen Konzerten wert ist. Dank der Stadt Geilenkirchen und privaten Organisatoren hätten mehr Menschen die Chance nutzen können, gemeinsam die Show zu schauen und Debbie anzufeuern. Auch ein Radioreporter war trotzte der Kälte auf dem Markt, machte Interviews mit den Organisatoren, Debbies Familie und ihren Fans.

Die Talente, die es ins Finale geschafft haben, durften noch in der Show ihre erste eigene Single vorstellen. An Debbies glücklichem Lächeln konnte jeder sehen, wie stolz sie darauf war und wie wichtig es ihr ist, als erwachsene Musikerin ernst genommen zu werden. „Skin and Bones“ heißt ihre Single, ein Liebeslied darüber, jemanden bis in alle Ewigkeit zu lieben und immer standhaft zu bleiben. Debbie über ihren Song, der direkt im Ohr bleibt: „Das ist wie mein Baby. Ich liebe den Song, wenn der Refrain anfängt, dann fegt der so richtig alle weg.“

Das Besondere an den Singles der Finalisten ist, dass die Verkaufszahlen als doppelte Stimme für das Finale gezählt werden. Das bedeutet, jede verkaufte Single bei iTunes, im Amazon-Shop und anderen Internet-Portalen kann Debbie ihrem Traum ein Stück näher bringen. Aber auch in Radiosendern wird ihre Single zu hören sein.

Wie sich das auswirken kann, zeigte sich bei „Rocket Man“ An­dreas Kümmert. Auch er fasziniert das Publikum, er lässt seine Fans völlig ausrasten. Wenige Stunden nach dem Halbfinale stand seine Single auf Platz eins der Charts, eine unfassbare Leistung in so kurzer Zeit. Trotzdem wird das Finale am Freitag wieder sehr spannend, Debbies Freundinnen und ihre Familie wie auch andere begleiten sie bei diesem großen Erfolg, denn selbst wenn Debbie nicht gewinnt, ist das keine Niederlage. Sie sagt selbst, sie habe so viel gelernt. Die Coaches betonen immer wieder, sie haben ihr Talent erkannt, und Deutschland kennt ihre Stimme. „BossHoss“ Alec Völkel und Sascha Vollmer sagten nach ihrem Auftritt, so müssen sich die Leute gefühlt haben, die Alicia Keys entdeckt haben, die zur grandiosen Sängerin und zum absoluten Mega-Star gereift ist.

Nach dem Finale, wie auch immer es ausgeht, kann Debbie endlich mal wieder ein wenig entspannen. Sozusagen die Ruhe vor dem Sturm, denn ab Ende Dezember geht sie mit den Halbfinalisten auf Deutschland-Tournee, worauf sie sich sehr freut : „Ich finde das alles so unglaublich verrückt. Wenn ich hier in Berlin an der O2 World-Arena vorbeifahre, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich da bald auftreten werde. Das ist so krass.“

Und auf etwas anderes freut sich Debbie Schippers ganz besonders. Ein sehr bescheidener Wunsch zu Weihnachten, der erkennen lässt, dass sie trotz Interviews, TV-Auftritten, Stress und Kontakt zu Stars immer noch die gleiche Debbie ist, wie vor ihrem Erfolg. Auf die Frage, was sie sich zu Weihnachten wünscht, antwortet sie lachend: „Ich freue mich voll auf ganz viel leckeres Essen zuhause und aufs Ausschlafen.“

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