Das richtige Studium für Leistungsbereite mit Motivation

Von: Georg Schmitz
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Das Podium bei der Auftaktvera
Das Podium bei der Auftaktveranstaltung für „Be Future 2011”: Wilfried Kleinen, Marlene Ohlenforst, Andreas Beumers, Wolfgang Peigert, Carmen Müller und Robert Jansen (v.r.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die erste Podiumsdiskussion als Auftakt für die „Be Future 2011” lockte 140 interessierte Zuhörer in die Aula des St.- Ursula-Gymnasiums. In solch gutem Besuch sahen Initiator Wilfried Kleinen und sein Organisationspartner Robert Jansen eine Bestätigung für ihre monatelange Arbeit auch für die Fachbörse einen Tag später in direkter Nachbarschaft.

Der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums, Bernward Coers, nannte es „ein wichtiges und spannendes Thema”, das es zu behandeln gebe. „Bei der Wahl des Berufes sollte man genauso aufpassen,wie bei der Wahl des Lebenspartners”, scherzte er, bevor die vier Referenten des Abends die Thematik „Duales Studium” in kurzen Vorträgen beleuchteten.

Den Anfang machte der Koordinator für die Dualen Studiengänge an der Fachhochschule (FH) Aachen, Andreas Beumers. „Bei den Dualen Studiengängen verbindet man Praxis und Theorie. Parallel zur Berufsausbildung wird ein Studium absolviert”, erläuterte er. Nach einer Gesamtdauer von vier Jahren verfüge man neben dem Ausbildungsabschluss auch über einen Hochschulabschluss.

Ein klarer Vorteil für das Duale Studium sei die Zeitersparnis. Vier Jahre ständen hier sieben Jahren bei Berufsausbildung und Studium in Folge gegenüber. Allerdings sei die Belastung während dieser vier Jahre sehr hoch, nicht zuletzt deshalb, weil der Student auf die Semesterferien verzichten und während dieser Zeit die Ausbildung fortsetzen müsse. „Mit dem Dualen Studiengang stehen Ihnen alle Türen offen. Sie haben einen vollwertigen Bachelor-Abschluss und die Befähigung zum Master-Studium”, sagte Andreas Beumers an die Schülerinnen und Schüler gewandt.

Voraussetzung sei das Abitur oder die Fachhochschulreife mit guten bis sehr guten Noten, denn: „Das Duale Studium ist ein Elite-Studium. Es setzt Motivation und hohe Leistungsbereitschaft voraus.”

Die Personalleiterin beim Zeitungsverlag Aachen, Marlene Ohlenforst, hatte einiges aus Sicht der Arbeitgeber zu berichten. „Das Duale Studium ist ein klarer Vorteil für uns, denn wir bilden eigene Führungskräfte aus”, sagte sie. „Bei Kräften von außen weiß man nicht ,was man bekommt”, so die Personalreferentin weiter. Die im Dualen Studium ausgebildeten Frauen und Männer würden die Strukturen des Hauses kennen und könnten so vielseitig eingesetzt werden. Es sei aber auch starke Teamfähigkeit gefordert.

Der Zeitungsverlag bilde bereits in der vierten Generation Studenten aus und übernehme sie auch anschließend. Günstiger könne man ohnehin nicht studieren, hieß es, denn das Studium werde durch die höhere Ausbildungsvergütung größtenteils bezahlt.

Wolfgang Peigert, Berater im akademischen Team der Arbeitsagentur für Arbeit, verwies darauf, dass das Duale Studium an verschiedenen Fachhochschulen und Universitäten in NRW möglich ist. „Die Eintrittskarte für das Duale Studium ist ein Ausbildungsvertrag”, nannte er die Reihenfolge. Wichtig sei es, sich frühzeitig, mindestens ein Jahr vorher, für das Duale Studium zu bewerben.

Carmen Müller aus Geilenkirchen studiert bereits im Dualen Studium an der Europäischen Fachhochschule in Neuss das Fach Handelsmanagement und hat die Douglas Holding als Kooperationspartner für die Ausbildung gefunden. Sechs Semester bis zum Bachelorabschluss und zwei Jahre Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel hat sie sich zum Ziel gesetzt.

Carmen Müller erzählte, dass sie in 2012 ein Auslandssemester an der Uni in Madrid/Spanien absolviere. Ihren Wohnsitz habe sie in Wuppertal genommen, weil sie von hier aus in etwa die gleiche Entfernung nach Neuss zur Uni und nach Hagen zu ihrer Ausbildungsstätte zurückzulegen hat. Ihr mache, so ein zufriedens Fazit auch des ganzen Abends, das Duale Studium auf jeden Fall großen Spaß.
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