Das Rathaus erarbeitet ein Parkraumkonzept

Von: jpm
Letzte Aktualisierung:
15376491.jpg
Der Vorplatz des Ü-Bades ist durch die Zweckentfremdung als Parkplatz gehörig in Mitleidenschaft gezogen worden. Foto: Jan Mönch

Übach-Palenberg. Eine richtige Stadt ist nicht komplett ohne allgemeines Klagen über den Parkdruck, und was das betrifft, muss man sich um Übach-Palenberg keine Sorgen machen. Die Stadtverwaltung räumt ein, dass das Problem besteht, und erarbeitet zurzeit ein umfangreiches Parkraumkonzept.

Vor allen Dingen im Übacher Zentrum, also auf und rund um den Rathausplatz muss man je nach Tageszeit und Veranstaltungsaufkommen schonmal ein Weilchen suchen, bis man fündig wird. Die Lösung für dieses Problem, ein neues Parkraumkonzept, soll in der Bauausschusssitzung im November vorgestellt werden, und eigentlich will man vorab keine ungelegten Eier besprechen.

Eine Ausnahme wurde aber doch gemacht, und so kamen die Mitglieder des Bauausschusses in der Sitzung am Dienstag in den Genuss einer Art Vorgeschmack auf das, was da im Rathaus zurzeit entworfen wird. Es ging um das Ü-Bad. Der dortige Vorplatz wird nämlich schon seit Jahren als Parkplatz genutzt, was zwar nicht ausdrücklich verboten (mithin gestattet) ist, aber nicht der eigentlichen Bestimmung des Platzes entspricht. Das Resultat: Der Untergrund ist in einem zunehmend bemitleidenswerten Zustand, er ähnelt frappierend dem Rathausplatz. Weil sich die Situation mit praktisch jedem anrollenden Auto weiter verschärft, schlug die Stadtverwaltung der Politik nun vor, die Parksituation gegenüber dem Gesamtkonzept vorzuziehen.

Kosten von 160.000 Euro

Und das ginge so: Auf der jetzigen Wiesenfläche unmittelbar vor dem Vorplätz würde ein Parkplatz geschaffen, der auch tatsächlich einer ist. 47 Parkplätze, vier davon für Menschen mit Behinderung, würden gebaut. Dies würde 160.000 Euro kosten. Wird der Vorplatz möglichst bald geschont, könnte man dessen Sanierung, die 200.000 kosten dürfte, fürs Erste aufschieben.

Die Fraktionen zeigten sich von dem Vorstoß jedoch wenig angetan. „Wieso nutzt man nicht erst einmal die Flächen oberhalb des Ü-Bades zum Parken, bevor man 160.000 Euro ausgibt?“, fragte Frank Kozian von den Grünen. „Das wirkt wie eine Notlösung“, sagte Johannes Bröhl, sachkundiger Bürger der CDU, und machte deutlich, das man erst einmal das Gesamtkonzept sehen wolle, bevor irgendetwas entschieden wird. Und auch Alf-Ingo-Pickartz (SPD) befand die Idee, die Maßnahme vorzuziehen, für „nicht nachvollziehbar“.

Dass der Parkplatz doch noch im Rahmen des Gesamtkonzepts beschlossen wird, ist damit aber nicht ausgeschossen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert