Das modernste Löschfahrzeug im Stadtgebiet

Von: Georg Schmitz
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Pater Hubert Fuß, Bürgermeis
Pater Hubert Fuß, Bürgermeister Thomas Fiedler, Stadtbrandinspektor Michael Meyer und viele Feuerwehrkameraden wohnten der Übergabe des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF 20/16 der Löscheinheit Gillrath-Hatterath bei. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Gillrath. Die Löscheinheit Gillrath-Hatterath verfügt seit einigen Wochen über das modernste Löschfahrzeug in Geilenkirchen. Das 336.000 Euro teure LF 20/16 wurde am Samstag offiziell seiner Bestimmung übergeben und wird nun als „Aushängeschild” den Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr verstärken.

Löscheinheitsführer Markus Kleinen hieß am Feuerwehrgerätehaus in Gillrath die Ehrengäste und Kameraden aus dem Kreis Heinsberg willkommen, bevor Bürgermeister Thomas Fiedler das Wort ergriff. „Wer einmal bei einem Großbrand dabei war und gesehen hat, wie die Flammen einen Gebäudekomplex vernichtet haben, für den ist es eine schlimme Vorstellung, die Feuerwehr könnte tatsächlich einmal ausbleiben”, zeigte Fiedler ein Schreckensszenario auf.

So abwegig diese Vorstellung auch sei, so sehr müsse man sich Gedanken darüber machen, wie der Feuerschutz auch in Zukunft sichergestellt werden könne. Um die erforderliche Personalstärke zu den Arbeitszeiten der Menschen tagsüber sicherzustellen, gelte es, über neue Formen der Löscheinheits- und Zugübergreifenden Kooperation aller freiwilligen Feuerwehrleute im Stadtgebiet nachzudenken.

„Ebenso wichtig ist aber auch die Tatsache, dass die Stadt Geilenkirchen als Feuerschutzträger den Feuerwehrleuten alle erforderlichen Gerätschaften zur Verfügung stellt, so auch das neue Löschgruppenfahrzeug für die LE Gillrath-Hatterath”, sagte der Bürgermeister. Mit diesem LF 20/16 erhalte der Zug 3 endlich das dringend benötigte Wasser führende Fahrzeug mit einem Tankvolumen von 2000 Litern. Das 29 Jahre alte LF 8/6 habe ausgesondert werden müssen.

Das moderne LF 20/16 sei bewusst bei einer der mitgliedsstärksten Einheiten im Stadtgebiet stationiert worden, durch die Einbindung in den Umweltzug der Stadt Geilenkirchen erfülle es zudem zugübergreifende Aufgaben im gesamten Stadtgebiet. „Mit der Bereitstellung des Fahrzeuges drückt die Stadt Geilenkirchen auch ihre Anerkennung gegenüber den freiwilligen Helfern und deren selbstlosem Engagement aus”, dankte Fiedler den ehrenamtlich tätigen Feuerwehrangehörigen.

Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen, Stadtbrandinspektor Michael Meyer, bezeichnete die Fahrzeugübergabe als einen „Tag der Freude, der Dankbarkeit und Zufriedenheit”. „Mancher mag sich vielleicht die Frage stellen, ob ein Fahrzeug dieser Größenkategorie für eine Dörfergemeinschaft erforderlich ist”, sagte Meyer.

Die Aufgaben der Feuerwehr müssten jedoch einer sich ständig wandelnden Gesellschaft angepasst werden, Einsatzfrequenz und Einsatzspektrum hätten sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. So lägen die Schwerpunkte heute im Bereich der Technischen Hilfeleistung. Um auf die rasanten Situationsänderungen und neuen Aufgabenbereiche reagieren zu können, müsse den Feuerwehren modernes und effektives Gerät zur Verfügung stehen.

Um den Feuerschutz und die Hilfeleistung in der Dörfergemeinschaft Gillrath und Hatterath sowie den angrenzenden Gewerbegebieten sicherzustellen, sei die Beschaffung dieses Löschfahrzeuges unentbehrlich gewesen. Bürgermeister Thomas Fiedler hatte zuvor den Fahrzeugschlüssel an Michael Meyer übergeben, der diesen nun an Löscheinheitsführer Markus Kleinen weiter reichte. Pater Hubert Fuß erbat den Segen Gottes für das neue LF 20/16 und die Feuerwehrleute, die es nutzen.

„Hier ist das Beste gerade gut genug, mit alten Pferdekutschen kann man heute nichts mehr ausrichten”, sagte Fuß mit Blick auf das Löschfahrzeug. Das 290 PS starke und 14,5 Tonnen schwere LF 20/16 auf Daimler Benz Basis mit Ziegler Aufbau erreicht eine Pumpenleistung von 2000 Liter pro Minute.

Bisher in Geilenkirchen einmalige Besonderheiten sind der pneumatisch ausfahrbare Lichtmast mit Xenon-Scheinwerfer sowie die Verkehrssicherungshaspel an der Rückfront. Das Fahrzeug verfügt über einen hydraulischen Rettungssatz, mobilen Wasserwerfer mit Schaumrohr und ein Schnelleinsatzzelt für den Umweltzug. Zwei Tage lang feierten die Kameradinnen und Kameraden aus der Dörfergemeinschaft das Ereignis.
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