Das „Jahr der Feste“ auf die Fahne geschrieben

Von: Markus Bienwald
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Der Instrumentalverein Herbach freut sich schon jetzt auf das „Jahr der Feste“ zum 120-jährigen Bestehen des vor allem in Herzogenrath und Übach-Palenberg fest verankerten Vereins. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg/Herzogenrath. Ein „Jahr der Feste“ hat sich der Instrumentalverein Herbach in diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben. Denn immerhin gilt es, den 120. Geburtstag des fest im kulturellen Leben von Übach-Palenberg und Herzogenrath verankerten Vereins gebührend zu feiern.

Gegründet wurde der Verbund aktiver Musiker am zweiten Weihnachtstag im Jahr 1895 in der Gaststätte Kochs in Herbach. Bürgermeister Fuhrmann nickte die Vereinsgründung ab, und der Verein nahm zunächst mit einfacher Dorfmusik sein Tun auf.

Zum heutigen, umfassenden musikalischen Programm mit vielen Mitstreitern, die dem IVH schon lange verbunden sind, war es dennoch ein langer Weg.

Neben den Schwierigkeiten, mit denen ein frisch gegründeter Verein immer zu kämpften hat, setzten natürlich auch die beiden Weltkriege dem Vereinsleben noch zu. Nicht nur der Tod von Kameraden, sondern auch der Verlust von Instrumenten, Noten und der Vereinsmemorabilien gehörte dazu. Überliefert ist, dass nach dem Zweiten Weltkrieg lediglich drei Instrumente vorhanden waren, wovon sich die Herbacher aber keinesfalls abschrecken ließen.

50 aktive Mitglieder

So konnte nach einiger Zeit wieder mit den nötigen Probenarbeiten begonnen werden. Einladungen zu Festen, Feiern und Wettbewerben, machten den IVH innerhalb kürzester Zeit zu gern gesehenen Gästen, die sich mit ihren Leistungen auch in stärkster Konkurrenz behaupteten. Als Vereinslokal diente von der Gründung bis 1969 die Gaststäte Kochs in Herbach, danach wurde das Vereinsdomizil bis 1997 in die Gaststätte „Zum Floeß“ nach Merkstein verlegt. Seit 1997 ist der Vereinssitz das Bürgerhaus Merkstein, wo aktuell rund 50 aktive Mitglieder im Alter von sieben bis 80 Jahren generationenübergreifend musizieren.

Zum funktionierenden Vereinsleben gehört natürlich auch ein lebendiger Vorstand: hier hat sich 2013 ein echter Generationenwechsel vollzogen, denn Vorsitzender Heinz Steinbusch zog sich nach 13 erfolgreichen Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück und machte den Weg frei für seinen Nachfolger Robert Meyer.

Eine echte Legende im IVH ist dabei Willi Wagemann, der seit über 60 Jahren Tenorhorn spielt, als Ausbilder tätig war und seit 50 Jahren als Geschäftsführer fungierte, ehe er seine Tochter Bettina Schwarz in dieses Amt einführen durfte.

24 Auszubildende

Ein weiterer langjähriger ist Franz Fuchs, der 35 Jahre Kassierer war, bereits seit 66 Jahren Mitglied ist und nun den Stab an seine Nachfolgerin Christiane Everhardt übergab.

Ausbildung ist natürlich in der langen Vereinszeit ein A und O des Vereinslebens, und auch derzeit gibt es 24 Auszubildende für Flöte, Klarinette, Trompete, Posaune, Tenorhorn und Tuba.

Dank professioneller Musiker ist die Ausbildung kein Kinderspiel, sondern ernsthafte Ausbildung mit zunächst geliehenen Instrumenten.

Aber natürlich sind auch gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Proben- und Auftrittsbetriebes des IVH ein Motor des Vereinslebens. Grillfeste, Spiele, Nachwanderungen, Ausflüge, der Jugendfahrt, Weihnachtsfeier oder Karnevalsfeiern: immer sind die Spielleute auch außermusikalisch gern eine Einheit. Doch natürlich wäre das beste Orchester nichts ohne Dirigenten.

Den Platz „da ganz vorne“ am Taktstock füllt seit August 1999 Willi Beckers aus, der bereits seit 1998 Dirigent ist und auf viele Jahre als Trompeter und Musiklehrer zurückblicken kann. Auch Vize-Dirigentin Gabi Kraneburg hat Musik studiert und als Pädagogin an einem Aachener Gymnasium natürlich bestens für die Rolle als Musik-Ausbilderin geeignet. Ebenfalls seit 1999 ist Georg Kopka Ehrendirigent beim IVH. Er rief unter anderem 1983 das Herbstkonzert ins Leben dass nicht nur in Herzogenrath ein fester Bestandteil des Kulturkalenders ist, sondern auch viele Gäste aus Übach-Palenberg anzieht.

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