Das idyllische Immendorf putzt sich heraus

Von: Udo Stüßer
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Das idyllisch gelegene Landcafé zieht Besucher aus der ganzen Region nach Immendorf. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel. Foto: Udo Stüßer
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Die beiden Giebelhäuser aus den Jahren 1682 und 1686 an der Dürener Straße stehen unter Denkmalschutz. Foto: Udo Stüßer
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Ortsvorsteher Friedhelm Thelen, steht neben dem Gedenkkreuz an der Apweiler Straße. Er ist nicht nur auf die Neubaugebiete stolz, sondern auch auf die historischen Gebäude. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Schmucke Einfamilienhäuser mit gepflegten Vorgärten wechseln sich mit historischen Gebäuden ab. Blitzsaubere Bürgersteige und dezenter Blumenschmuck an den Häusern sorgen für ein schönes Bild. Viel Grün zeugt von einer harmonischen Dorfgestaltung. Die Menschen sind freundlich und vielfach im Ort engagiert.

Immendorf: eine wahre Idylle! Ist dieser lebens- und liebenswerte Geilenkirchener Stadtteil auch ein Dorf mit Zukunft? Wird es sich sozial, kulturell, wirtschaftlich, baulich und ökologisch weiterentwickeln? „Ja“, sagt Ortsvorsteher Friedhelm Thelen.

Weil er fest davon überzeugt ist, dass die lebendige Dorfgemeinschaft verlässliche Fundamente für die nächsten Generationen gelegt hat, beteiligt sich Immendorf am vom NRW-Umweltministerium ausgeschriebenen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Die Bewerbungsunterlagen hat Thelen im Rathaus längst abgegeben in der Hoffnung, beim Kreisentscheid einen Platz auf dem Siegertreppchen zu erhalten.

Jetzt ziehen die rund 1200 Einwohner an einem Strang: Sportverein und Karnevalsverein, Schützen, Trommlerkorps, Gartenbauer und Kirchenchor wollen ihr Dorf ebenso wie die Pfarre, der Kindergarten, die Grundschule und das Historische Klassenzimmer von seiner besten Seite präsentieren. Auch die ortsansässigen Geschäfte und Firmen gehören mit zur Präsentation für die Bewertungskommission.

„Vor einigen Jahren schon gab es im Ort Überlegungen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Aber die Resonanz war gering“, blickt der CDU-Kreistagsabgeordnete Thelen zurück. „Weil Immendorf sich aber ständig weiterentwickelt hat, kam vom Kreis Heinsberg die Anregung, an dem Wettbewerb teilzunehmen.“

Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen, das soziale und kulturelle Leben, Grüngestaltung und Dorf in der Landschaft, Baugestaltung und Entwicklung sind einige der Bewertungskriterien. Sicherlich spielen Fauna und Flora bei der Bewertung eine große Rolle.

Dass der Gartenbauverein einen Baum- und Strauchlehrpfad eingerichtet hat, dass auf Tafeln die heimischen Gehölze erläutert werden und besonders Kinder und Jugendliche an die Natur herangeführt werden, wird die Bewertungskommission sicherlich positiv zur Kenntnis nehmen. Dass naturbelassene und vom Menschen gestaltete Bereiche sich abwechseln, kann ebenfalls Pluspunkte bringen.

Es geht aber auch um die Entwicklung des Ortes. „Seit 1984 haben wir drei Baugebiete erschlossen. Wir warten händeringend auf ein neues, weil sich Immendorf weiter entwickelt und die Bevölkerungszahl ansteigt. Das bedeutet für uns eine Bestandssicherung in der Zukunft“, sagt Thelen.

Im Klartext heißt das für ihn: „Immendorf wird immer größer und schöner.“ Um interessierte Menschen davon zu überzeugen, bietet der Ortsvorsteher seit neun Jahren Dorfführungen an. Vor allem Schulklassen erklärt Thelen die Geschichte des Ortes, die wirtschaftliche Entwicklung von einem früher landwirtschaftlich geprägten Ort zu einem Dorf mit Handels- und Handwerksbetrieben.

Alte, unter Denkmalschutz stehende Gebäude, die Kirche mit dem historischen Altarbereich und Einrichtungsgegenständen aus früheren Jahrhunderten und das über den Kreis Heinsberg hinaus bekannte Landcafé wird Thelen bei der Bewertung in die Waagschale werfen. Ebenso das in der KGS Immendorf angesiedelte Historische Klassenzimmer, eine Sammlung von historischen Schulgegenständen, Büchern, Dokumenten und Geräten mit dem Schwerpunkt Kaiserzeit (ab 1900). In 80 Bänden wird hier die Historie und besonders die Schulgeschichte Geilenkirchens dokumentiert.

Besonders stolz ist Thelen auf die Infrastruktur: Nicht nur die großen Geldinstitute, Kindergarten und Schule sind hier vertreten, praktischer Arzt, Internist, Zahnarzt und Physiotherapeut haben sich hier neben Nagelstudio, Ernährungsberatung und Fußpflege angesiedelt. In einem kleinen Supermarkt und in einem Dorfladen kann man sich mit den Dingen des täglichen Bedarfs eindecken.

Thelen verweist nicht ohne Stolz auf die niedergelassenen Betriebe wie Tischlerei, Schwimmbadtechnik, Kücheneinrichtungshaus, Druckerei und Textilgeschäft, die zur Zukunftssicherung des Dorfes Immendorf beitragen.

Vertreter der Vereine und Einzelpersonen haben sich zwischenzeitlich in einer Arbeitsgruppe zusammengefunden. Mit einer gemeinsam zu erstellenden To-do-Liste soll nun der Feinschliff erfolgen, bevor die Bewertungskommission in der Zeit zwischen dem 26. Juni und dem 4. Juli die Dörfer im Kreis Heinsberg in Augenschein nimmt. „Nun müssen wir die Menschen sensibilisieren und motivieren zu schauen, dass in unserem Dorf auch wirklich alles in Ordnung ist. Auch Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen“, sagt Thelen, der die Bevölkerung zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 1. Juni, 20 Uhr, bei „Werden-Pongs“ einlädt.

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