Das Hochwasser am Saeffeler Bach fällt kleiner aus

Von: dawin/tp
Letzte Aktualisierung:

Gangelt. Die Festsetzung zahlreicher Flächen entlang des Saeffeler Bachs als Überschwemmungsgebiet in den Gangelter Ortsteilen Langbroich und Schierwaldenrath hat in der Vergangenheit für lebhafte Diskussionen gesorgt.

Jetzt zeichnet sich für viele Bürger eine Verbesserung der Situation ab. Im Jahr 2013 wurden die Anwohner der Bröker-, Quell-, Brauerei- und Mittelstraße, sowie die der Straßen Im Heggen, Schulsteg und Erlenbruch im Amtsblatt darauf aufmerksam gemacht, dass der teils unmittelbar an ihren Häusern vorbeifließende Bach – wenn er überhaupt Wasser führt – ein Überschwemmungsgebiet braucht.

Am 23. Dezember 2013 setzte die Bezirksregierung Köln das Überschwemmungsgebiet mittels einer ordnungsbehördlichen Verordnung fest. Dies machte eine Bebauung von Flächen in diesem Gebiet so gut wie unmöglich.

In der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses berichtete Willibert Mevißen, Fachbereichsleiter Bauen und Planen im Gangelter Rathaus, über Maßnahmen, die die Kommune im Anschluss an die Festsetzung ergriffen hatte. So wurde in Gesprächen mit der Kölner Bezirksregierung erreicht werden, dass neue Pegeldaten der niederländischen Messstellen Susteren und Jabeek für eine Neuberechnung zugrunde gelegt werden konnten.

„Das Ergebnis der Neuberechnung zeigt eine deutliche Reduzierung der Überschwemmungsflächen und der Wassertiefen“, konstatierte Mevißen. Wo in der ersten Berechnung noch eine Wassertiefe von 30 bis 400 Zentimetern bei einem sogenannten 100-jährigen Hochwasserereignis angenommen wurde, seien es jetzt nur noch fünf bis zehn Zentimeter.

Die Neuberechnung sei von der Bezirksregierung im Mai bereits anerkannt worden. Die weitere Vorgehensweise wurde zwischen der Köln Behörde und der Unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg abgestimmt – mit dem Ergebnis, dass ein Verfahren zur Neufestsetzung der Überschwemmungsflächen nicht erforderlich ist. Der Kreis Heinsberg sei vielmehr berechtigt, die Daten der Neuberechnung als Grundlage zu nehmen.

Konkret heißt das: Wer bisher mit seinem Grundstück im Überschwemungsgebiet lag und es nach der Neuberechnung nicht mehr tut, der kann jetzt doch eine Baugenehmigung erhalten.

„Trotz alledem ist es immer noch so, dass einige Flächen im Überschwemmungsgebiet liegen“, betonte Mevißen. Daher habe man das Büro Hydrotec beauftragt, ein Hochwasserschutzkonzept zu erarbeiten. So würden verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel die Vergrößerung der Durchlässe und das Anlegen von Retentionsflächen, untersucht.

Möglicherweise könnte so auch für die restlichen Grundstücke eine Verbesserung der Situation erreicht werden. „Wir versuchen das“, sagt Mevißen. Mit den Eigentümern solcher Flächen seien bereits erste Gespräche geführt worden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert