Das große Wunschzettelbasteln: Mit Glitzerstaub und Schere

Von: a.s.
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Wenn es um Wunschzettel für Weihnachten geht, ist die Familie Jäger gern beisammen. Aus Katalogen werden die Favoriten ausgeschnitten, Glitzerstaub soll das Christkind gnädig stimmen. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Fast jedes Kind hat es in der Vorweihnachtszeit schon einmal getan. Das eine in Schönschrift, das anderen auf buntem Papier und wieder andere mit vielen Bilder verziert: Wunschzettel zu gestalten ist so individuell wie ein jedes Kind nur sein kann. In diesem Jahr geht es bei Familie Jäger hinsichtlich der Wunschzettel der Kinder recht kreativ zu.

Da braucht es nicht nur Papier und Stift, sondern noch Schere, Kleber und eine gute Portion Glitzerstaub. Wenn die drei Geschwister Johanna (12), Clemens (9) und Charlotte (4) sich an einen Tisch zusammensetzen, um über ihre Wünsche für den Gabentisch am Heiligen Abend zu reden, geht die Bastellust mit ihnen durch.

Johanna sitzt zwischen ihren Geschwistern und berät sie. Dabei hat sie einen Spielzeugkatalog in der Hand und zeigt vor allem ihrer kleinen Schwester hübsche Dinge, die sie beim Durchblättern erblickt. „Schau mal, Charlotte, hier ist ein Elefant, aber der ist so rosa wie ein Schweinchen“, sie zeigt auf ein Stofftier im Katalog. Auch wenn das Tier rosa ist, scheint es die Vierjährige nicht sonderlich zu interessieren. Sie hat es, mit der Bastelschere in der Hand gewappnet, auf eine Armbanduhr und eine Puppe abgesehen. Beide in rosa.

Ideen im schnellen Takt

Rascher als man schauen kann, findet die Kleine auf den bedruckten Seite so manche Geschenkidee und schneidet sie aus. Aus zwei werden vier, dann sechs und später dann an die 15 ausgeschnittenen Spielzeuge, die auf dem Tisch liegen. Sie schneidet sie aus, weil sie die Gegenstände zwar benennen, aber nicht auf dem Wunschzettel aufschreiben kann. Also greift sie stattdessen zum Klebestift und fixiert einen Schnipsel nach dem anderem auf dem großen weißen Blatt, das ihre Mutter hingelegt hat. So schlicht bleibt es jedoch nicht, erklärt Mutter Therese mit einem Lächeln, das Mädchen sei gerade in der „Glitzer-Phase“. Das heißt, dass der Wunschzettel noch schillernd verziert werden muss.

Clemens, Charlottes großer Bruder, ist auch auf den Geschmack gekommen, einen Wunschzettel zu schreiben. Für ihn reicht es jedoch, die Wünsche konkret aufzuschreiben und mit Goldstift zu verzieren. Bei ihm dominieren Gemeinschaftsspiele und Experimentierkästen. Doch auch er wird von seiner großen Schwester darauf aufmerksam gemacht, dass er nicht unzählig viele Wünsche aufschreiben kann.

Am Ende klebt ein reiches und durchmischtes Sammelsurium aus möglichen Geschenken auf Charlottes großem Blatt. Ab jetzt verdient es wirklich den Namen Wunschzettel. „Schreibst du noch deinen Namen drauf?“, fragt Mutter Therese zu ihrer Jüngsten. Sie nimmt den dicken orangefarbenen Stift und platziert fast alle Buchstaben ihres Namens großflächig auf die freien Stellen des Papiers. Nicht nur die Hände von Charlotte glitzern jetzt von dem Schmuckstaub; auch in die Gesichtern der Geschwister und Therese Jäger hat er sich irgendwie geschlichen.

Streichliste der Wünsche

„Welche Geschenke sind jetzt die wichtigsten?“, fragen Mutter und große Schwester die beiden Wunschzettel-Schreiber. „Alle!“, gibt die Vierjährige klar zu verstehen. Clemens hat sich da schon eher entschieden, welcher Wunsch durchaus unerfüllt bleiben kann. Er hat das schon farblich auf dem Zettel markiert.

Welche Geschenke letztendlich auf dem Gabentisch liegen, entscheiden Mutter Therese, Vater Sasha und das Christkind in den kommenden Wochen noch. Eine prima Hilfestellung haben sie ja dank der Wunschzettel.

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