Gangelt - Das größte Gangelt aller Zeiten: Bevölkerung steuert auf 13.000 zu

Das größte Gangelt aller Zeiten: Bevölkerung steuert auf 13.000 zu

Von: jpm
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Gangelt. Wenn es richtig gut läuft, könnte Gangelt im Laufe des kommenden Jahres den 13.000. Einwohner begrüßen.

Der Beigeordnete Gerd Dahlmanns jedenfalls hält das für durchaus denkbar, auch wenn er gleich im nächsten Satz einschränkt: „So etwas ist natürlich eigentlich kaum zu prognostizieren.“  Schließlich liegen viele Dinge, die sich auf die Einwohnerzahl auswirken, nicht allein in Gangelter Hand, und in einem Jahr kann viel passieren. Wenn beispielsweise plötzlich mehr Ausländer abgeschoben würden, würde die 13.000er-Marke erstmal wieder in etwas weitere Ferne rücken. Und dann eben 2020 erreicht?

Fakt ist jedenfalls, dass die Einwohnerzahl in Gangelt zuletzt ziemlich konsequent gestiegen ist. Am letzten Tag des Jahres 2015 waren es 12.320, genau ein Jahr später 12.497, am 31. Dezember 2017 gab es 12.693 Gangelter. Die Schwelle zur 12.000-Einwohner-Gemeinde war übrigens erst 2014 überschritten worden, was zeigt, dass das Wachstum nahezu rasant ausfällt.

Jedenfalls mag es so wirken, wenn man bedenkt, dass wir ja eigentlich eine Epoche der sogenannten Landflucht erleben: Die Menschen zieht es weg aus den Dörfern und rein in die Oberzentren und Metropolen. Doch das ist anscheinend nur ein Teil der Wahrheit.

Was aber bedeutet es eigentlich für eine Gemeinde, wenn sie wächst, mal abgesehen davon, dass es vielleicht auf dem Papier ganz gut aussieht? Stellt man diese Frage dem Beigeordneten Dahlmanns, nennt er als erstes die Schlüsselzuweisungen vom Land NRW. Die werden auf eine recht komplexe Weise berechnet, doch vereinfacht lässt sich sagen, dass sie mit jedem Einwohner steigen.

„Eine steigende Einwohnerzahl ist aber auch ganz allgemein für die Nutzung der kommunalen Infrastruktur gut“, erklärt Dahlmanns weiter. Als Beispiel nennt er die Kanäle: „Ob ein Kanal von 70 oder 100 Haushalten genutzt wird, ändert nichts an den Fixkosten.“ Dafür aber an den Kosten, mit denen der einzelne sich beteiligt.

Und natürlich falle es auch leichter, ein möglichst vollständiges Angebot an Schulen zu gewährleisten, wenn die Einwohnerzahl stabil ist oder gar steigt. Besonders begehrt sind bei den Gemeinden daher selbstverständlich junge Zuzügler, bei denen eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie sich mittelfristig vermehren. Das wiederum erklärt, wieso die Kommunen so wild darauf sind, Neubaugebiete auszuweisen. Wer die bebaut, ist oft jung und paarungsbereit.

Nicht nur Gangelt, sondern auch Geilenkirchen konnte sein Wachstum 2017 fortsetzen. Die Einwohnerzahl legte von 28 082 am 31. Dezember 2016 auf 28 261 am 31. Dezember 2017 um 179 Geilenkirchener zu. Im gleichen Vorjahreszeitraum lag das Wachstum bei 152. Schon seit 2010 wächst die Stadt langsam, aber kontinuierlich.

Auch in Übach-Palenberg hatte man sich zwei Jahre lang über steigende Einwohnerzahlen freuen dürfen. Nach einem Jahre andauernden Bevölkerungsrückgang gab es 2014 einen leichten Anstieg um 80 Übach-Palenberger, 2015 war der Anstieg mit 342 Bürgern noch wesentlich deutlicher. Mittlerweile sieht es allerdings so aus, als habe es sich um ein Strohfeuer gehandelt: Im Jahr 2016 sank die Bevölkerungszahl wieder um 156 und 2017 um 117. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gab es somit 24 581 Übach-Palenberger.

 

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