Das Gelobad bleibt das Gelobad

Von: st
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Der Name Gelobad ist nun endgültig beschlossen. Nun hat auch der Geilenkirchener Stadtrat zugestimmt. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Mehr als vier Jahre ist es her, dass ein Großbrand das Geilenkirchener Hallenbad und die Sauna zerstört hat. Nach dem verheerenden Feuer folgten Jahre der Planung und des Neubaus, bis das neue Bad im Juni eröffnet wurde. Jung und Alt freuen sich nun über die neue Schwimmhalle. Dennoch war das Bad erneut Thema in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Es ging um die Namensgebung. Nach vorheriger einvernehmlicher Abstimmung mit allen Fraktionen wurde zur Eröffnung des neuen Hallenbades am 10. Juni der Name Gelobad mit einem eigens entworfenen Logo enthüllt.

Anschließend wurde vereinzelt Kritik daran geübt, dass hierüber kein formeller Ratsbeschluss gefasst worden ist. Um diese Bedenken auszuräumen, hatte die Verwaltung vorgeschlagen, diese einvernehmliche Namensgebung durch einen Ratsbeschluss zu bestätigen. Eigentlich wäre das nur eine Formsache, wenn sich da nicht Horst-Eberhard Hoffmann von der SPD-Fraktion zu Wort gemeldet hätte. Er sei froh, so sagte er, dass die Namensgebung des Schwimmbades auf der Tagesordnung stehe. Endlich sehe auch die Verwaltungsspitze ein, dass ein Regieren am Rat vorbei wenig demokratisch sei. Er habe auch kein Verständnis, dass das von den Fraktionen so hingenommen werde. Diese Versuche würden seiner Beobachtung nach momentan immer häufiger. „Es bedurfte meiner Einschaltung der Kommunalaufsicht, dass die Verwaltung das Recht auf Namensgebung wieder an den Rat zurückgeben muss. Und auch dabei wird versucht zu tricksen“, sagte Hoffmann.

Die Verwaltung sei bis heute der Aufforderung der Kommunalaufsicht zur Stellungnahme nicht gefolgt. „Jeder Straßenname wird hier im Rat besprochen, der Name dieses gelungenen Vorzeigeobjekts, auf das wir alle stolz sind, aber nicht. So nicht, Herr Vorsitzender, das ist kein Geschäft der laufenden Verwaltung, wie Sie es mir erklären wollten“, sagte Hoffmann. Er halte die Namensgebung für falsch. Der Sportpark in Bauchem bestehe aus Sporthalle, Schwimmbad und Sportplatz und habe vor Jahren den Ehrennamen „Heinrich-Cryns-Sportpark“ erhalten. Das Schwimmbad jetzt aus diesem Ensemble herauszulösen, habe Heinrich Cryns nicht verdient. Hoffmann beantragte deshalb, das Gelobad solle den Zusatz „im Heinrich-Cryns-Sportpark“ erhalten. Auch solle der Rat beschließen, dass in Zukunft kein weiteres städtisches Gebäude den Namen oder Namenszusatz „Gelo“ erhalte. „Diesen Antrag deshalb, weil mich schon Bürger fragen, wann denn das Rathaus Gelo-Rathaus wird, bei der Vorliebe zu diesem Wort.“

Beigeordneter Herbert Brunen wollte die Kritik so nicht stehen lassen. Es sei richtig, dass es sich nicht um ein Geschäft der laufenden Verwaltung handele. „Der Name sollte damals nicht bekannt gegeben, sondern enthüllt werden. Den Vorwurf der Trickserei weise ich zurück, der Name war mit allen Fraktionen abgesprochen“, sagte er. Die Verwaltung hab eine Stellungnahme gegenüber der Kommunalaufsicht abgegeben. „Sie hat uns mitgeteilt, dass wir den Beschluss nachholen sollen.“ Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden meinte dazu: „Wir bauschen etwas auf und konstruieren einen Namen. Wir haben gut zusammengearbeitet, der Name ist gesetzt, wir sollten ihn nicht künstlich verlängern.“

Bei sechs Ja-Stimmen und einer Enthaltung wurde der Antrag von Hoffmann abgelehnt.

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