Damenwelt flippt bei den „Teufelskerlen“ aus

Von: agsb
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Die „Teufelskerle“ zündeten ein Feuerwerk in der Langbroicher Bürgerhalle – die KG Dicke Flaa hat neue Helden. Foto: agsb
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Bei der bunten Kappensitzung der Langbröker „Dicke Flaa“ kam im Publikum schnell prima Stimmung auf. Foto: agsb

Gangelt-Langbroich. Die 3 x 11 Jahre alte KG „Langbröker Dicke Flaa“ hatte bereits zum närrischen Auftakt im November eine fantastische und stimmungsvolle Sitzung erlebt. Jetzt setzte die Gesellschaft kurz vor dem großen Finale zum grandiosen Schlussspurt an.

Langbroich-Harzelt schien im Narrenfieber zu sein, die KG bekam in der Bürgerhalle den bisher besten Besuch seit der Gründung Anfang der 80er Jahre, da ging nichts mehr hinein.

Vor der Gründung wurde schon Karnevalsgeschichte im Ort geschrieben, denn in der fünften Jahreszeit blüht die Dorfgemeinschaft regelrecht auf. Bereits 1880 wird das Karnevalstreiben in den Büchern zitiert, danach übernahmen zunächst das Trommler- und Pfeiferkorps Langbroich-Harzelt, anschließend waren die Schützen im Karnevalsfieber, bis 1980 die Dicke Flaa in den Narrenofen geschoben wurde.

Es war 19.11 Uhr am Samstagabend, da brachen alle Dämme des Saeffelbaches. Der Elferrat marschierte ein, dann das Prinzenpaar Michael I. & Heike I., und aus Hunderten von Kehlen erklang das Vereinslied der Dicke Flaa. Danach startete das bunte Narrenprogramm mit mehr als 100 Akteuren aus eigenen Reihen; fast zwei Drittel der Akteure sind Frauen.

Ladies mit Stimmen

Die Tanzgarde Rot-Weiß mit den zehn jungen Damen startete den Langbröker Wahnsinn. Das Prinzenpaar zeigte Gesangstalent beim Auftritt, die Tollitäten wurden unterstützt von Mitgliedern der Voka-Ladies aus Waldfeucht. Dort ist Prinzessin Heike selbst aktiv. Die Truppe sang über das Prinzenghetto im Neubaugebiet.

Man hatte auch Lied auf die „Teufelskerle“ getextet, diese sollten am Abend eine unvergessene Premiere feiern. Und die Zugeflogenen (14 Ladies und ein Mann) landeten mit einem Wikingerschiff im Überschwemmungsgebiet – und machten sich gleich auf Weg zur Kappensitzung.

Nachwuchsbüttenredner Sven Gossen erzählte aus dem Fußballleben, über Schalke und über den superreichen Uli aus Bayern. Die Rede kam prima an. Die zehnköpfige Nachwuchstanzgarde Fire Flames feierte Premiere auf der Kappensitzung; die jungen Damen feierten mit ihrem James-Bond-Thema einen großen Auftritt, wie später auch die Blau-Weißen Funken der Berder Perringe. Der Gardetanz begeisterte, die Funkengarde brachte richtig Schwung in die Narrenhütte.

Ein besonderes Geschenk gab es für das Prinzenpaar vom Fußballclub, denn Prinz Michael ist Vorsitzender der SVG Birgden-Langbroich-Schierwaldenrath.

Fernsehreife Manege

Wie temperamentvoll die Langböker Frauenschar ist, bewies die Gruppe „LaHaTaBa“, acht junge Damen, das Tanzballett verwandelte die Bürgerhalle in eine große Zirkusmanege, die Clowns-Nummer war fernsehreif. Stark auch die 14-köpfige Gruppe „Unique“ mit ihrem Showtanz; es gab erneut frenetischen Applaus.

Die Dorfspatzen, diesmal fünf Männer, sind ein Garant für Lachsalven, erneut blieb kein Auge trocken. Die Dorfpolitik mit dem Überschwemmungsgebiet, die Frittenbude im Jugendheim und das alles zusammengepackt mit kölsche Hits – die Narrenhalle stand Kopf. „Back to the 90s“ bot die Showtanzgruppe Unique, und wieder war Langbroich im Tanzfieber.

Nach dem Auftritt von Jens Fleischer als „Sitzungspräsident der KG Selfkant-Sprittköpp von 1480“, der mit dem Taxi abgeholt werden musste, weil er zu tief in die Flasche und nicht nur ins Glas geschaut hatte, gab es kein Halten mehr, es brannte die Halle: Die „Teufelskerle“ feierten Premiere. Schon seit Wochen war dieser Auftritt als „der Renner“ gehandelt worden.

Zehn stramme Burschen in jungen Jahren eroberten als Bayern im schicken Outfit die Region. Langbroich erhob sich, die Applauswelle nahm kaum ein Ende.

Die „Prumefläkes“, wiederum sechs junge Damen, luden in den Märchenwald ein, Langbroich sah ein modernes Karnevalsmärchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Die Showtanzgruppe „Fire Devils“ ist schon eine feste Größe, begeisterte erneut mit ihrem „Monster“-Showtanz.

Stunden vor ihrem Auftritt hatte sich die Gruppe „Sang und klanglos“ in der Halle eingestimmt. Die Stimmungsband aus Havert-Stein nahm die prima Laune im Saal mit zur Bühne, man feuerte mächtig Holz in den Narrenofen; die Bürgerhalle kochte, die Selfkantburschen peitschten das Narrenvolk und den Elferrat schier in den Wahnsinn.

Kein Halten mehr

Im großen Finale gab es kein Halten mehr, man erlebte Langbroich wie es singt und lacht. Es war nicht nur der beste Besuch einer Kappensitzung der Dicke Flaa, er war auch die stimmungsvollste Kappensitzung seit langem, die Stunden später noch nach Luft schnappen ließ.

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