Cyber-Mobbing wird auf der Bühne zum Thema

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Geilenkirchen. Für die rund 120 Schüler des 8. Jahrgangs der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen spielte das Tournee-Theater „Radiks“ aus Berlin das Stück „Fake oder War doch nur Spaß“ von Karl Koch. Die mobile Theaterproduktion zum Thema „Cyber-Mobbing, Mobbing und Medienkompetenz“ bot den Schülern packendes Spiel auf der Bühne.

Die beiden Schauspieler trafen in der Sprache der Jugendlichen den Nerv des Publikums. Streckenweise betretenes Schweigen herrschte während der Darbietung. Das Thema – aus dem Leben der Jugendlichen gegriffen – sprach alle an.

Mobbing-Attacken

Die 17-jährige Lea träumt davon, Sängerin zu werden. Als sie schließlich in eine Casting-Agentur aufgenommen wird, weckt das den Neid einiger Mitschülerinnen. Erste Sticheleien und Ausgrenzungen beginnen, und schließlich weiten sich Mobbing-Attacken auch auf diverse Netzwerk-Portale aus, unter anderem Facebook und Schüler-VZ. Lea wehrt sich zunächst gegen die Kommentare und Lügen, postet ihrerseits Kommentare und stellt unter anderem einen von ihr verfassten Rap-Song gegen die Mobber online. Was als vermeintliche „kleine Rache“ begann, nimmt nun Ausmaße an, die keiner der Beteiligten vorausgesehen hatte.

Drei Themenfelder

Drei zentrale Themenfelder bestimmen das Stück: Mobbing, insbesondere Cyber-Mobbing, sowie die persönlichen und rechtlichen Folgen von Beleidigungen, Bedrohungen und sexueller Belästigung über das Internet. Außerdem wirft das Stück einen Blick auf unsere Erlebnis- und Medienkultur im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken und den „Neuen Medien“. Ein weiteres Themenfeld behandelt den Missbrauch und den Schutz von Daten und Computern. Teil des Konzeptes ist, dass sich die Darsteller an ihr Publikum wenden.

Auf die Frage, ob die Schüler das Stück als „real“ empfanden, gingen fast alle Finger der anwesenden Schüler hoch. Nach anfänglich noch zögerlichen Meldungen entwickelte sich ein Gespräch zwischen Schauspielern und Schülern. Das Theaterstück, das durch den Förderverein der Gesamtschule möglich gemacht wurde, bot viele Denkanstöße. Ebenfalls sorgt der offene Schluss des Stückes für ausreichend Gesprächsstoff in den nächsten Unterrichtsstunden zum Thema.

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