CMG: Schulleitung wehrt sich gegen „falsche Aussagen”

Von: Franz Windelen
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Die frei liegenden Heizungsrohre sind nach Einschätzung der Schulleitung nicht nur leicht zu beschädigen, sondern stellen auch eine Gefahr für die Schüler dar. Foto: Windelen

Übach-Palenberg. Der Schulleiter und sein Stellvertreter stellen sich schützend vor die Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums in Übach-Palenberg. Oberstudiendirektor Erwin Berkemeier und Studiendirektor Friedhelm Schell sind empört über die öffentlichen Vorwürfe von Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll in der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung (wir berichteten).

Dort hatte der Bürgermeister die „Zerstörungswut” am städtischen Gymnasium gegeißelt; frisch montierte Heizkörper seien mit aller Wucht aus der Halterung gerissen worden, echauffierte sich der Verwaltungschef und berief sich dabei auf eine Bewertung des planenden und ausführenden Ingenieurbüros.

„Die Aussagen des Bürgermeisters sind schlichtweg falsch, weil auch die Bewertung des Ingenieurbüros falsch ist”, ärgert sich Oberstudiendirektor Berkemeier. „Fakt ist, dass die Planung der Installation der Heizkörper nicht fachgerecht und unzureichend war”, ergänzt Studiendirektor Schell.

Die Lehrer zeigen auf die Heizkörper und die Heizungsrohre. „Die Rohre liegen ungeschützt auf der Wand auf, sie sind zum Teil um Pfeiler herumgeleitet, statt sie in den Pfeilern verschwinden zu lassen. Die Heizkörper sind nicht stabil genug befestigt. Hier ist überhaupt nicht das sozialadäquate Umfeld berücksichtigt worden. In einer Schule sind nun mal Jugendliche, die sich auch schon mal auf die Heizung setzen. Das ist doch kein Vandalismus”, argumentiert Berkemeier.

Auch bei den Heizungsrohren, sagt Schell, dürfe man sich nicht wundern, wenn diese beschädigt würden: „Da braucht nur einer unbeabsichtigt gegenzutreten, dann können sie verbiegen oder gar brechen.” Bei einem Bruch schwant Schell gar Unheilvolles: „Heißer Dampf könnte austreten und zu schlimmen Verbrennungen führen.” Zwar sind die Rohre zum Teil „verkastet”, will heißen: mit Holz abgedeckt; doch das restliche Leitungssystem wartet noch auf einen derartigen Schutzmantel.

„Auf all diese Mängel hat die Schule rechtzeitig, nämlich bereits bei der Schlussabnahme der Arbeiten, hingewiesen. Hätte man unsere Bedenken berücksichtigt, hätte man sich viel Ärger gespart”, schimpft Schell.

Besonders in Rage bringt die Schulleitung der Umstand, dass der Bürgermeister nicht vor seiner öffentlichen Kritik „nur für ein paar Minuten” das Gespräch mit der Schule gesucht habe, dann hätte sich alles rasch aufgeklärt. Berkemeier: „Herr Schmitz-Kröll hat den besagten Aktenvermerk des Ingenieurbüros, der nicht einmal ein Gutachten ist, am Freitag erhalten. Am Dienstagabend in der Ausschusssitzung hat er das Thema zur Sprache gebracht.

Das heißt: Er hätte locker zwei Arbeitstage Zeit gehabt, sich am Gymnasium über die Vorwürfe zu informieren.” Nicht nur, dass er damit Mitarbeiter seines Hauses, die sich kompetenterweise der Sache hätten annehmen können, „übergangen” habe, er habe darüber hinaus auch in unverantwortlicher Weise die Schule über die Stadtgrenzen hinaus in Misskredit gebracht; schließlich hafte dem CMG nun der Makel des Vandalismus an.

„Dabei haben wir noch nie den Stadtsäckel wegen einer Sachbeschädigung in Anspruch genommen”, betont Schell. Im Gegenteil: Die Pennäler des CMG würden Verantwortung für und an ihrer Schule zeigen. „Wenn etwa Klassenräume eine Auffrischung brauchen, greifen die Schüler selbst zu Farbe und Pinsel”, so Schell. Außerdem sei das Übach-Palenberger Gymnasium im jüngsten Ranking in Sachen Gesundheitshygiene als eine der Top-Schulen im Kreis Heinsberg benotet worden.

Und: Bei allen Ortsterminen in der Schule hätten gerade die Ratsvertreter immer wieder gelobt, dass Vandalismus am CMG ein Fremdwort sei.

Diese Kulisse beweise nur zu deutlich, resümieren Berkemeier und Schell, dass „die Unterstellungen des Bürgermeisters nicht hingenommen werden können”.

Der Schulleiter konstatiert abschließend: „Am Carolus-Magnus-Gymnasium werden keine Steuergelder durch Zerstörungswütige verschleudert. Erst recht gibt es keine Personen, die man strafrechtlich verfolgen kann, wie von Herrn Weißborn im Ausschuss gefordert.”
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