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CMG-Leiter Münstermann zu Eklat um Schülermagazin

Von: jpm
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Hat gegenüber dem Bürgermeister klargestellt, dass die Polemik gegen seine Person nicht im Sinne der Schule war: CMG-Schulleiter Dr. Hans Münstermann. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Nach dem Wirbel um das Schülermagazin „Einblicke“ hat sich auch der Leiter des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG) gegenüber unserer Zeitung geäußert. Dr. Hans Münstermann machte auf Nachfrage deutlich, dass es sich bei dem Artikel „Wolfgang XIV – La ville c‘est moi“ um eine „Dummheit“ gehandelt habe.

Diese sei wohl aus einem gewissen Überschwang heraus entstanden, gehöre aber nichtsdestoweniger in dieser Form nicht in ein Schülermagazin.

In den Osterferien hatte der Chefredakteur Lars Kleinsteuber, ein 17 Jahre junger CMG-Schüler, auf der Internetseite des Magazins eine Polemik veröffentlicht, in der er Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch einen totalitären Führungsstil attestiert und Jungnitschs Stellvertreter Helmut Mainz als „Hofnarren“ bezeichnet. Einen kleinen Eklat hatte der Artikel insbesondere deshalb ausgelöst, weil Kleinsteuber nicht nur der Chef von „Einblicke“ ist, sondern auch Vorsitzender der hiesigen Jusos, der Jugendorganisation der SPD. Tatsächlich fanden sich auf sachlicher Ebene viele Positionen der Übach-Palenberger SPD wieder. Kleinsteuber hatte dies damit verteidigt, dass „Einblicke“ kein Nachrichtenmedium im klassischen Sinne sei und jeder Schüler dort schreiben und seine Meinung äußern könne, wie es ihm beliebt.

Schulleiter Münstermann sieht das anders: „Wenn der Schüler den Text in einem Parteiorgan veröffentlicht hätte, wäre das gar kein Problem gewesen“, sagt er. Kommunalpolitik sei aber „kein genuines Schulthema“ und habe auch unabhängig von Kleinsteubers Doppelfunktion nichts in „Einblicke“ verloren. Münstermanns Haltung zum Stein des Anstoßes fällt also recht eindeutig aus. Für den Wirbel, den der Artikel ausgelöst hat, zeigt er aber trotzdem kein Verständnis. „Ich frage mich, ob die Politik-Granden nichts Besseres zu tun haben, als jeden Internetquark zu kommentieren. Wenn ich das auch so machen würde, käme ich nicht zum Arbeiten.“ Ganz bewusst habe er aus ebendiesem Grund nicht von sich aus öffentlich reagiert.

Gegenüber Wolfgang Jungnitsch habe er deutlich gemacht, dass Kleinsteuber in seiner Polemik selbstverständlich nicht die Meinung der Schule wiedergegeben habe. Mit dem Bürgermeister herrsche völlige Einigkeit darüber, dass die Angelegenheit die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Schulleitung in keiner Weise beeinträchtigen werde.

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