„ChorRelatiO“: Ein junger Chor, der überzeugt

Von: Johannes Gottwald
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Frischer Wind aus Gillrath: Der „ChorRelatiO“ mit Dirigent Frank Bastian gab im Bürgertreff ein vorzügliches Konzert. Foto: Johannes Gottwald

Geilenkirchen. In der heutigen Zeit, wo die meisten Chöre über sinkende Mitgliederzahlen und Überalterung klagen, setzen Neugründungen erfreuliche und positive Signale. Dazu gehört auch der „ChorRelatiO“ aus Gillrath, der sich unter dem Dirigenten Frank Bastian vor nicht allzu langer Zeit zusammengefunden hat.

Das Ensemble ist noch im Aufbau – kürzlich hatte es im Geilenkirchener Bürgertreff in der Gerbergasse seinen ersten größeren Auftritt.

Wie der Chorleiter in seiner kurzen Begrüßung erklärte, möchte sich der Chor bewusst genreübergreifend betätigen. Dementsprechend bot das Programm eine bunte Mischung aus Gospel, Spiritual und bekannten Popsongs, aber auch Volkslied und Klassik wurden nicht ausgespart.

Schon allein die Tatsache, dass alle Gesänge „a capella“ erfolgten, unterstrich die erstaunlich hohe Klasse dieses Klangkörpers, der sich vorwiegend aus jungen Stimmen zusammensetzt.

Den Auftakt des Abends machte das Volkslied „Kaana Kamene“ aus Namibia, bei dem Frank Bastian nicht den Dirigentenstab, sondern eine kleine Trommel schwang, die er als Schlagzeug nutzte – übrigens das einzige Instrument, das beim Konzert zur Anwendung kam.

Es folgten die Gospel-Gesänge „Wade in the Water“ und „Lean on me“ und mit „Chirby Chip Chip“ ein wohlbekannter Ohrwurm der 70er Jahre. Beim „Caravan of Love“ trat Frank Bastian als Solist in Erscheinung, während der Gospel mit „Plenty good room“ einen Zug ins Paradies beschrieb, in den jeder zum Einsteigen eingeladen wurde.

Auch der bevorstehenden Adventszeit wurde Rechnung getragen. Mit dem klangprächtigen „Tochter Zion“ von Händel bewies der Chor, dass er auch klassische Gesänge exzellent beherrscht. Die populären Stücke „Mary‘s boy child“, „Glorious Kingdom“ und „Go, tell it on the mountain“ führten dagegen wieder nach Amerika. Aber auch Namibia war mit dem Wiegenlied für Jesus (in der Zulu-Sprache) ein weiteres Mal vertreten.

Fast schon sentimental-volkstümlich kam das polnische Weihnachtslied „Lulajze Jesuniu“ daher. Hier gab Frank Bastian zu, dass der Chor an dem Stück zu „knabbern“ hatte – die polnische Sprache ist bekanntlich nicht leicht. Klassische Polyphonie kam in dem alten deutschen Weihnachtslied „Zu Bethlehem geboren“ sehr delikat zur Geltung – der Satz von Raphael war sogar doppelchörig angelegt. Die Zuhörer bedankten sich mit großem Applaus. Als Zugabe folgte ein englisches Weihnachtslied. Der „ChorRelatiO“ probt jeden Dienstagabend in der Gillrather Grundschule, neue Sänger sind immer willkommen.

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