Chor „TonArt“: Literatur trifft auf Musik

Von: Markus Bienwald
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Unter der hervorragenden Gesamtleitung von Herbert Günther brachten die Sängerinnen, Sänger und Musiker von „TonArt“ bei ihrem jüngsten Gastspiel in Übach eine hervorragende Leistung. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Dass von der Kanzel nicht nur gepredigt werden kann, bewies nun ein besonderer literarisch-musikalischer Abend in der Übacher Pfarrkirche St. Dionysius. „Literatur trifft Musik“ war er überschrieben, und widmete sich mit dem Chor „TonArt“ unter der bewährten Gesamtleitung von Herbert Günther Glaubenstexten und dazu passenden Musikstücken.

Dabei war die Palette des Gebotenen breit und reichte beispielsweise vom Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch mit „Für wen ich singe“ bis zu „Träumer“ von Wilhelm Willms oder „Austreten“ von Tobias Petzold.

Spannend interpretiert wurden die kurzen literarischen Blöcke von den Sprechern Mirjam Günther und Heinz-Günther Dohm, die pointiert, aber nicht theatralisch dafür sorgten, dass die teils sehr eindringlichen Botschaften in den Köpfen der Gäste verharrten.

Dort ankerte auch eine wirklich vielfältige musikalische Auswahl. Herbert Günther verstand es bestens, den treibenden Rhythmus von Alexander Mainz am Schlagzeug mit Musik aus aller Welt in „seinem“ vielstimmigen, bestens eingestimmten Chor zu verbinden. Schon das Eröffnungsstück „Ich sing‘ dir mein Lied“ mit Musik aus Brasilien bot einen eingängigen Mix von so vielleicht noch nicht in einer Kirche gehörten Klängen an.

Das war zugleich auch eine programmatische Einladung, die von den begeisterten Besuchern nur zu gerne angenommen wurde. Im Zentrum der Musikauswahl stand dabei nicht nur der Glaube oder das ganz persönliche Verhältnis zum Schöpfer, auch die Liebe zum Leben wurde thematisiert. Ob sie nun „Unter Gottes Schutz“ wie im gleichnamigen Stück von Thomas Quast und Thomas Lauterbach stattfand, den Gänsehaut-Klassiker „Hallelujah“ von Leonard Cohen bis zu „Über Gott nur reden“ reichte, war dabei zweitrangig.

Denn mit Prägnanz, tragenden Stimmen, für die auch das großzügige Kirchenschiff von St. Dionysius Übach nicht zu weit geschnitten war, und Feingefühl für tonale Abstufungen, gelang es den Sängerinnen und Sängern, die Menschen mit der Musik für sich zu gewinnen.

Bei „All You need is Love“ waren sich dann alle einig, dass dies ein Ziel sein kann, an dem die Weltgemeinschaft noch arbeiten muss, um „Viva la Vida“, wie Coldplay es taten, ausrufen zu können. Für eine solche Spannbreite aus Musik, die gelungene Integration textlicher Bausteine und das hervorragende Gesamtkonzept gab es dann zu Recht viel Applaus.

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