CDU-Vorstand will Theresia Hensen an der Parteispitze

Von: Udo Stüßer
Letzte Aktualisierung:
9754778.jpg
Soll Geilenkirchens CDU anführen: Resi Hensen. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Die Grotenrather Ortsvorsteherin Theresia Hensen soll nach dem Willen des geschäftsführenden CDU-Stadtverbandsvorstandes neue Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Geilenkirchen werden. Der bisherige Parteichef Manfred Schumacher kandidiert nicht erneut.

Die Neuwahl des Vorstandes findet am Donnerstag, 16. April, 19 Uhr, bei Werden-Pongs in Immendorf statt. Es wäre das erste Mal, dass die Geschicke der Partei in Frauenhand liegen.

Im Februar hatte Schumacher den Parteivorstand informiert, für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung zu stehen. Grund waren die innerparteilichen Querelen nach der Wahl des Bürgermeisterkandidaten, bei der sich der parteilose Ronnie Goertz durchgesetzt hatte. Schumacher selbst wollte auch für das Bürgermeisteramt kandidieren, konnte sich in der Partei aber nicht gegen Ronnie Goertz durchsetzen. Da Schumacher Loyalität, Wertschätzung und Verlässlichkeit vermisste, hat er angekündigt, für eine Wiederwahl als Parteichef nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Nun mussten sich Geilenkirchens Christdemokraten auf die Suche nach einem neuen Parteivorsitzenden begeben. „Man hat mich gefragt, ich war überrascht und habe lange darüber nachgedacht. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, zu kandidieren“, sagt Hensen, die erstmals im Jahr 2009 für einen Sitz im Stadtrat gekämpft hat. Sicherlich habe sie großen Respekt vor dieser neuen Aufgabe, aber sie freue sich darauf. Der Parteivorstand habe sie motiviert und ihr das Vertrauen ausgesprochen, auch Manfred Schumacher habe seine Unterstützung zugesagt.

Neue Strukturen schaffen

Hensen engagiere sich seit vielen Jahren in der Partei, begründet Wilhelm-Josef Wolff, Fraktionsvorsitzender und einer von drei stellvertretenden Parteivorsitzenden, die Entscheidung. Hensen sei die richtige Wahl in einer Zeit, in die die Bürgermeisterwahl falle und neue Strukturen geschaffen werden sollen. „Sie ist sehr kommunikativ, und das ist natürlich auch wichtig, wenn es um eine Verjüngung der Partei geht.“ Theresia Hensen werde von allen Parteimitgliedern akzeptiert. „Sie ist eine gestandene Frau mit viel Lebenserfahrung, die lange im Ausland gelebt hat. Sie schafft es, mit Teamgeist Menschen zusammenzuführen“, begründet Wolff die Wahl.

Wird Theresia Hensen am 16. April gewählt, steht sie vor schweren Aufgaben: Es wird sicherlich keine leichtes Unterfangen, die Risse zu kitten, die bei dem Gerangel um die Bürgermeisterkandidatur entstanden sind. Dazu noch gilt es nun für die CDU-Führung, ein Wahlkampfkonzept für Ronnie Goertz zu erarbeiten.

Zeit ihres Lebens war Theresia Hensen engagiert: im sozialen Bereich, in der Kirchengemeinde, im schulischen Leben. Aber nie in der Politik. Zur CDU kam die Niederländerin, die mit ihrem Mann Franz einige Jahre in Nigeria und Oman gelebt hat, erst, als der frühere Ortsvorsteher Alfred Paulus sich nach den Kommunalwahlen 2009 aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurückziehen wollte und nach einem geeigneten Nachfolger suchte. Sie kandidierte und wurde gewählt. Nach zweijähriger Ratsmitgliedschaft erhielt die Grotenratherin einen der drei Posten des stellvertretenden CDU-Stadtverbandsvorsitzenden.

Stellvertretende Parteivorsitzende sollen weiterhin Wilhelm-Josef Wolff und Leonhard Kuhn bleiben. Als dritter Stellvertreter wird Wilfried Kleinen, Beisitzer im CDU-Ortsverband Geilenkirchen und Ratsmitglied, vorgeschlagen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert