CDU sucht nach dem Absturz Partner

Von: Udo Stüßer und Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:
fiedler-bild
Große Freude bei Thomas Fiedler (Mitte) nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses: Er nimmt die zahlreichen Glückwünsche seiner Freunde aus dem Wahlbündnis entgegen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. „Solch eine turbulente Wahlparty hat Geilenkirchen noch nicht erlebt. Der Beifall und der Jubel waren unbeschreiblich.” Thomas Fiedler, der strahlende Wahlsieger und kommende Bürgermeister, hat einen Wahlsonntag erlebt, wie er im Buche steht.

Der Morgen schon begann mit viel Musik. Dann nämlich blies Fiedler für die St.-Johannes-Schützenkapelle Hünshoven beim örtlichen Pfarrfest die Trompete. Freudengesänge dann am Abend im Ratssaal: Mit 51,9 Prozent der Stimmen und damit fast zehn Prozent Abstand zu seinem Mitbewerber Andreas Borghorst (CDU) hatte der unabhängige Kandidat, der von SPD, Grünen, FDP und Bürgerliste getragen wird, das Rennen gewonnen.

Während im Ratssaal noch die letzten Stimmen ausgezählt wurden, fuhr vor dem Rathaus bereits der Party-Service vor, um das Fraktionszimmer der SPD mit Köstlichkeiten und Bier auszustatten. Lediglich die Bürgerliste feierte in etwas kleinerer Runde in ihrem Fraktionszimmer. Aber auch hier schaute Fiedler natürlich vorbei und freute sich über einen herzlichen Empfang.

Am Dienstag wird Thomas Fiedler, Abteilungsleiter „Wissenschaft und Forschung” im Wirtschaftsförderungsamt der Stadt Aachen, Kontakt mit seinem Dienstherren aufnehmen, um den beamtenrechtlichen Übergang von einem Beamtenverhältnis ins andere zu regeln. Am Abend trifft er sich dann im Fraktionsraum der SPD mit dem Wahlbündnis, wo die Kommunalwahl nochmals analysiert wird. Dann werden auch schon erste Schritte besprochen, wie das gemeinsame 60-Punkte-Programm realisiert werden soll.

Während CDU-Parteichef Franz-Michael Jansen nach der für die CDU katastrophalen Niederlage und dem Verlust der absoluten Mehrheit nun versuchen will, die verlorene Mehrheit durch eine Listenverbindung mit einer anderen Fraktion wettzumachen, ist Fiedler optimistisch, dass das Wahlbündnis die ganze Wahlperiode hält. „Es gibt auch nach der Wahl überhaupt keinen Grund, an unseren gemeinsamen Zielen zu zweifeln”, sagte er am Montag.

Fiedler hat Verständnis dafür, dass die CDU versuche, solch eine Listenverbindung einzugehen. „Ich glaube aber nicht, dass es gelingen wird.” Die CDU - so Fiedler weiter - könne nun nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. „Die wird sich positiv in eine Politikrichtung, die ich vertrete, ändern”, ist Fiedler überzeugt. In diesem Zusammenhang erklärt er seine Vorstellung von Politik: „Nicht mehrheitlich einfach alles durchsetzen. Politik muss transparenter werden. Dem Bürger muss klar werden, was im Rathaus geschieht.” Und er ist sich sicher: „Eine Verlebendigung der Politik tut der Stadt gut.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert