CDU: Slupik und Conrads wehren sich

Von: jpm
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Geilenkirchen. Die Schlammschlacht innerhalb der CDU – oder dem, was noch von ihr übrig ist – setzt sich fort. Während die Ratsleute Barbara Slupik und Karl-Peter Conrads sich gegen die Vorwürfe des Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Bernd Krückel wehren, meldet sich Markus Holländer zu Wort.

Holländer hat genau wie die ehemalige Verbandsvorsitzende Theresia Hensen und ihre drei Stellvertreter sein Parteibuch abgegeben. Anders als Hensen hat Holländer jedoch auch seine Funktion als Ortsvorsteher niedergelegt, die er für Gillrath, Hatterath, Niederstraße und Panneschopp ausgeübt hat. Außerdem war Holländer Vorsitzender des Gillrather CDU-Ortsverbands.

Barbara Slupik und Karl-Peter Conrads gelten den Unterstützern des gescheiterten Bürgermeisterkandidaten Ronnie Goertz als die Hauptschuldigen für das Wahldebakel. Beide kritisieren nun, dass der Kreisvorsitzende Krückel sie zwar namentlich angreift, jedoch niemals mit ihnen gesprochen habe. Der Vorwurf der bewussten und gezielten Schädigung der Partei, stellt Slupik nun fest, sei „schlicht und ergreifend üble Nachrede“. Auch verwahrt sie sich gegen Krückels Vorwurf, ihr Rücktritt als CDU-Pressesprecherin mitten im Wahlkampf sei eine „Inszenierung“ gewesen.

Richtig sei, dass die Mitgliederversammlung sie zur Pressesprecherin gewählt habe, der Vorstand später aber intern Wilfried Kleinen mit der Öffentlichkeitsarbeit betraut habe, dem sie wiederum nur noch habe zuarbeiten sollen. „Diese konträr zum Stadtverbandsvotum geschehene Umpositionierung hat Herrn Krückel seinerzeit leider nicht interessiert. Wieso ist der CDU-Kreisvorsitzende da nicht bereits aktiv geworden?“ Zugleich appelliert die Ratsfrau für eine Rückkehr zur Tagesordnung. „Lasst uns – endlich – wieder konstruktiv gemeinsam an einer gedeihlichen Entwicklung für unser Geilenkirchen arbeiten.“

Conrads indes stellt klar, dass er es nicht etwa „billigend in Kauf genommen“ habe, dass seine interne Kritik öffentlich wird. Wer diese Argumentation vertrete, mache ja jede Kritik an den Führungskräften unmöglich. „Was ist das für ein Demokratie- und Selbstverständnis?“ Conrads glaubt vielmehr, dass die Parteiführung noch immer nicht erkannt habe, woran die CDU im Wahlkampf wirklich gescheitert sei: „Die wahren Gründe lagen in der fehlenden Bürgernähe, Herr Goertz wurde als introvertiert, abweisend, wenig auf die Menschen zugehend und Ähnliches bezeichnet.“ Auch die versuchte Intervention des Sparkassenchefs Thomas Pennartz, der in einer Mail vor einem Bürgermeister Georg Schmitz gewarnt hatte, habe das Gegenteil von dem bewirkt, was beabsichtigt war.

Anders sieht das Markus Holländer, der nun wiederum Conrads angreift. In einer Mitteilung stellt Holländer klar, dass er nicht wegen der Wahlniederlage die Partei verlasse, sondern ausschließlich aufgrund der „innerparteilichen Verhältnisse“. „Die Kampagne von Herrn Conrads, die mehrfach alle Grenzen überschritten hat, hat vieles mit Füßen getreten, was ich unter Zusammenarbeit und Teamwork verstehe, ja, sogar was Menschlichkeit betrifft.“ Da er seine Legitimation zum Ortsvorsteher durch die CDU-Ortsverbandsversammlung erhalten habe, sei es „leider unumgänglich“, diese Funktion niederzulegen. Seinen

Dank richtet Markus Holländer ausdrücklich an Theresia Hensen. Es seien „die zurückgetreten, die wirklich etwas bewegen wollten.“

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