CDU geht mit neuem Team in die Zukunft

Von: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung:
10051556.jpg
Der neue Vorstand der CDU Übach-Palenberg mit Dietmar Lux, René Langa, Walter Junker, Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, Peter Fröschen, MdB Wilfried Oellers, Günter Weinen, Lars Kohnen und dem neuen Vorsitzenden Oliver Walther. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Manchmal können demokratische Rechte auch eine Crux beinhalten, zum Beispiel, wenn es satzungsgemäß vorgesehen ist, dass bei Wahlen zum CDU-Stadtverband alles geheim entschieden werden kann, sobald es ein stimmberechtigtes Mitglied beantragt.

Das war bei der jüngsten Stadtverbandsversammlung im Stadthotel Übach der Fall, und so zogen sich die ohnehin langwierigen Wahlen noch ein wenig länger hin.

Für den frisch gewählten Stadtverbandsvorsitzenden Oliver Walther war das aber nicht von Belang, denn sein hervorragendes Wahlergebnis von 47 Ja- und fünf Nein-Stimmen bei 52 abgegebenen Stimmzetteln machte ihm zum Nachfolger des ausgeschiedenen Vorsitzenden Günter Weinen. Der frisch gebackene Großvater wollte mehr Zeit für seine Familie haben, meinte aber auch, dass alles seine Zeit habe. „Und man sollte immer nach einem guten Ergebnis aufhören“, schloss Weinen, meinte damit vor allem die überaus erfolgreiche Bürger- und Kommunalwahl.

Sein Nachfolger Oliver Walther, der übrigens schon einmal bis 2012 Stadtverbandsvorsitzender war, hakte auch bei diesem für die Christdemokraten hervorragenden Wahlabend ein. „Dies war und ist keine Selbstverständlichkeit, und hat eine enorme Arbeit und einen enormen persönlichen Einsatz von allen Beteiligten, insbesondere von Günter Weinen, gefordert“, so Walther.

Er sah es aber auch als seine Aufgabe an, die Partei in den kommenden zwei Jahren strukturell und organisatorisch auf künftige Auseinandersetzungen mit politischen Gegnern vorzubereiten. Er will die elektronischen und Online-Medien stärker in den Fokus der Parteiarbeit rücken. Aber auch die Handlungsfähigkeit der Kommune in Zeiten des Stärkungspaktes ist ihm ein Anliegen. Dort befände sich die Stadt auf einem hervorragenden Weg, doch stünden noch manch schmerzliche Einschnitte bevor. „Es steht zu befürchten, dass erneut hohe Kosten, auf die wir keinen Einfluss haben, auf uns zukommen werden“, so Walther mit Blick auf eine möglicherweise steigende Kreisumlage oder neue Lasten, die vom Land auf die Kommunen abgewälzt werden könnten.

Aktuelle Themen wie die vom anwesenden Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers ebenfalls angesprochene Aufnahme von Flüchtlingen, die Diskussionen um die Wasserkonzession oder das Baugebiet Beyelsfeld zeigten, dass Themen, die Bürger umtreiben, auch eine wichtige Rolle spielen müssen. Um die Zukunft der Partei in Übach-Palenberg sorgte sich Walther nicht so sehr. „Wir sind, was den Generationenwechsel anbetrifft, sehr gut aufgestellt“, sagte er. Wobei er betonte, dass die CDU für die Bürger da sein müsse, und nicht umgekehrt.

Genau dort setzte auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in seiner mit viel Emotion und Stimme vorgetragenen Rede an. „Wir sind gewählt worden, im Sonne der Stadt und der Bürger zu handeln“, betonte Jungnitsch. Da interessiere ihn nicht, was andere wollen, wenn etwas für die Bürger zu tun sei, sprach er unter dem Applaus der Mitglieder. Damit meinte er natürlich auch das aktuelle Thema „alter Rewe“ in Palenberg. Jungnitsch sagte, dass es scheinheilig sei, wenn jemand wie Wilfried Dohmen sich darüber echauffiere, dass der Rewe nun im Einkaufspark Magnus zu finden sei. „Schließlich wird die Miete für den ehemaligen Markt noch bis 2017 bezahlt“, schloss Jungnitsch.

Im Übrigen kündigte er an, dass auch für Palenberg „Dinge in der Pipeline“ seien, er könne nur im Moment noch nichts verraten. Eine Zusage vom Verwaltungschef gab es auch, bis 2020 aus dem finanziellen Desaster heraus zu sein. Grundlage dafür seien nicht nur viele Neuansiedlungen von Industrie und Gewerbe, sondern auch Investitionen in die Infrastruktur, wie für Schulen oder in Straßen. „Es bleibt schwierig, aber ich bin voller Zuversicht, dass wir die Probleme in den Griff bekommen werden“, unterstrich auch der Fraktionsvorsitzende Gerhard Gudduschat. Letzterer lobte übrigens nicht nur die Arbeit in der eigenen Fraktion, sondern auch die Verlässlichkeit der Koalitionspartner von der FDP/USPD.

Und wenn einem Mann an diesem Abend noch ein Schlusswort zuteilwerden durfte, dann war das sicherlich Günter Weinen. Er gab dem neuen Vorstand mit auf den Weg, dass sich die politische Arbeit ausschließlich am Wohl der Stadt und der Menschen zu orientieren hat. „Kommunalpolitik muss nachvollziehbare Politik im Sinne unserer Bürger sein“, schloss Weinen, der mit seinen kleinen Abschiedsgeschenken von den Parteifreunden nun den neuerlichen Ruhestand sicher genießen dürfte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert