CDU-Fraktion: Max Weiler beerbt Wilhelm-Josef Wolff

Von: Jan Mönch
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Geilenkirchen. Zweieinhalb Jahrzehnte lang war Wilhelm-Josef Wolff die Stimme der CDU im Geilenkirchener Stadtrat, seit Montagabend steht sein Nachfolger fest. Die 14 verbliebenen Stadtverordneten einigten sich auf Max Weiler als Fraktionsvorsitzenden.

Zweieinhalb Jahrzehnte lang war Wilhelm-Josef Wolff die Stimme der CDU im Geilenkirchener Stadtrat, seit Montagabend steht sein Nachfolger fest. Die 14 verbliebenen Stadtverordneten einigten sich auf Max Weiler als Fraktionsvorsitzenden.

Weitere Austritte von Fraktionsmitgliedern wird es nach denen von Wilhelm-Josef Wolff, Theresia Hensen, Leonhard Kuhn und Wilfried Kleinen, die am Mittwoch erstmals als „Geilenkirchen bewegen!“-Fraktion im Rat sitzen werden, zumindest vorläufig nicht geben. Insbesondere bleiben Karl-Peter Conrads und Barbara Slupik, die von Teilen der Partei als Hauptverantwortliche für das Debakel bei der Bürgermeisterwahl betrachtet wurden, sowie Manfred Schumacher, an dessen Nicht-Berücksichtigung als Bürgermeisterkandidat sich die Querelen entzündet hatten, in der Fraktion.

Damit setzen die Stadtverordneten auch ein Signal in Richtung des Stadtverbandes, dessen Vorstand am Donnerstagabend zusammenkommen wird. Der Kreisverbandsvorsitzende Bernd Krückel hatte mehrfach betont, nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren zu wollen.

Max Weiler ist zumindest im Stadtrat noch ein relativ unbeschriebenes Blatt, erst seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr ist er Stadtverordneter. In der vorangegangenen Legislaturperiode saß er für die CDU als sachkundiger Bürger im Sport- und Kulturausschuss. Größere Bekanntheit genießt Weiler in Niederheid, wo er seit 2004 Ortsvorsteher ist. Den gebürtigen Schwaben zog es 1987 ins Rheinland, seit 1997 lebt der 50-Jährige in Geilenkirchen. Weiler arbeitet seit 1996 bei der Aachener Stadtverwaltung im Fachbereich Finanzsteuerung, zu seiner Vita zählen außerdem eine kaufmännische Ausbildung und zwölf Jahre bei der Bundeswehr. Weiler ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Töchter.

Offenbar gab es auch einen Gegenkandidaten für den Fraktionsvorsitz. Um wen es sich dabei handelte und wie viele Stimmen der- oder diejenige erhielt, wurde von den Fraktionsmitgliedern am Dienstag auch auf Nachfrage nicht kommuniziert. Zu sehr ist man nach den vergangenen Monaten offenbar darauf bedacht, kein weiteres Porzellan zu zerdeppern – angesichts eines Mitgliederschwunds von mehr als fünf Prozent sowie eines mit den Worten von Bernd Krückel „vermutlich irreparablen Schadens“ ein durchaus verständliches Ansinnen. Jedenfalls sei das Ergebnis für den Fraktionsvorsitz „eindeutig“ ausgefallen, hieß es lediglich.

Es seien große Fußstapfen, die Wilhelm-Josef Wolff hinterlassen habe, sagte Weiler am Dienstag. „Nach der vergangenen Sitzung blicke ich optimistisch in die Zukunft.“ Für die Geilenkirchener CDU sei es der richtige Schritt, den Neuanfang mit relativ unbekannten Gesichtern wie dem seinen anzugehen. Weilers Stellvertreter ist Lars Speuser, den Fraktionsvorstand bilden Kirsten vom Scheidt, Jennifer Diederichs, Michael Kappes und Hans-Josef Paulus.

Lars Speuser, der sich bereits als Ortsvorsteher von Süggerath einen Namen gemacht hat, sagte am Dienstag: „Wir haben in der Fraktionssitzung sehr offen über die vergangenen Monate gesprochen. Die Aufarbeitung verlief konstruktiv und fair.“

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