CDU-Chef trotz Enttäuschung sportlich

Von: Jan Mönch
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Parteichef, aber kein Bürgermeisterkandidat: Manfred Schumacher. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Enttäuschung ist da und sie ist groß, daraus macht Manfred Schumacher kein Geheimnis. Alles andere wäre ja auch schwer zu glauben. Immerhin hatten die Mitglieder der Geilenkirchener CDU am Donnerstag vergangener Woche Ronnie Goertz den Vorzug gegeben, als es darum ging, einen Bürgermeisterkandidaten zu nominieren.

Der Vorgang ist vor allem deshalb durchaus bemerkenswert, weil Goertz parteilos ist und politisch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt, Schumacher hingegen immerhin Chef der Geilenkirchener CDU sowie Stadtverordneter.

Goertz und Schumacher waren nach einem ersten Wahlgang, bei dem keine absolute Mehrheit zustande kam, in einer Stichwahl gegeneinander angetreten – Goertz erhielt hier 102 Stimmen und Schumacher 74. Geschlagen geben mussten sich auch der Ortsvorsteher Klaus Bales und Udo Röllenblech aus Steinfurt, die im ersten Wahlgang das Nachsehen hatten, an der Stichwahl jedoch denkbar knapp vorbeischrammten.

Am Freitag, dem Tag danach, hatte Schumacher gegenüber unserer Zeitung noch kein Statement abgeben wollen. „Ich musste erst mal meine Gedanken ordnen.“ Am Montag zeigte der Vorsitzende des Stadtverbandes sich nun als sportlicher Verlierer. „Ich bin in diesen Wettkampf gegangen und habe eben den Kürzeren gezogen. Das muss ich akzeptieren.“ Die Frage, ob er mit einem Votum für seine Person gerechnet habe, beantwortete Schumacher so: „Wenn ich diese Hoffnung nicht gehabt hätte, wäre ich ja nicht in die Bütt gegangen, wie man so schön sagt.“

Nicht allzu gut zu sprechen ist Manfred Schumacher derzeit allerdings auf diejenigen Parteifreunde, die ihm seine Unterstützung zugesagt hätten, der Veranstaltung dann aber ferngeblieben seien. Und das seien nicht gerade wenige gewesen, „bei 15 habe ich aufgehört zu zählen“.

Vereinzelt die Runde machenden Gerüchten, dass er nun als Einzelkämpfer bei der Bürgermeisterwahl im September antreten werde, erteilte Schumacher eine deutliche Absage: „Ich weiß nicht, woher Sie das haben. Ich bin CDU-Mann durch und durch und werde selbstverständlich nicht als Neu-traler antreten.“ Bei einer Vorstandssitzung nach Karneval werde Ronnie Goertz nun darlegen, wie er sich seinen Wahlkampf vorstellt. Und den trete die CDU dann geschlossen an.

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