Übach-Palenberg - Carolus-Seniorenzentrum: Vom Altenheim zur Pflegeeinrichtung

Carolus-Seniorenzentrum: Vom Altenheim zur Pflegeeinrichtung

Von: mabie
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Einrichtungsleiter Wilhelm Schmitz führte die Ausschussmitglieder durch das Carolus-Seniorenzentrum in Ubach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Seit dem 1. Juni 2004 ist das Carolus-Seniorenzentrum (CSZ) nun „am Netz”. Am Dienstag ergriffen die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Familien, Senioren und Soziales die Gelegenheit zu einer Besichtigung des Objektes.

Einrichtungsleiter Wilhelm Schmitz, der neben diesem Haus auch das Seniorenzentrum Heinsberg, ebenfalls in Trägerschaft des Kreisverbandes Heinsberg der Arbeiterwohlfahrt, (AWO) leitet, führte die Mitglieder in einer Sitzungspause herum. So berichtete er von einem eher schwierigen ersten Jahr, aber mittlerweile sei dies durch eine fast einhundertprozentige Auslastung in den vergangenen Jahren nur noch eine Anekdote aus der Geschichte.

„Viel wichtiger ist uns eigentlich, dass die AWO im Kreis Heinsberg hier in Übach-Palenberg ihren Grundstock hat”, wies Schmitz auf die Anfänge hin. Denn bereits 1923 gründete sich in Boscheln der erste von heute sechs Ortsverbänden im Stadtgebiet. Als „Teil des Gemeinwesens”, wie der Einrichtungsleiter es formulierte, habe die AWO auch mit dem CSZ ihren festen Platz gefunden. Besuche und Gastspiele ortsansässiger Vereine bis hin zur mehrstündigen „Krönchen”-Sitzung in der Karnevalszeit belegten dies.

Neu ist hingegen die interne Struktur des Hauses, denn seit dem 1. Januar gibt es mit Ellen Schachtzabel eine neue Leiterin des Pflegedienstes. „Denn das klassische Altenheim wird immer mehr zur Pflegeeinrichtung, dann hat Pflege einfach eine ganz besondere Verantwortung”, machte Schmitz deutlich.

Beim Bau der Einrichtung sei auf die ab dem Jahr 2018 geltenden Anforderungen im Heimgesetz nach einer reinen Einzelzimmer-Auslegung Rücksicht genommen worden. So gibt es hier 80 Einzelzimmer auf drei Etagen. 20 der 80 Bewohner sind dabei auf die dritte Etage gelegt worden, die als geschlossener Bereich nur dementiell veränderten Personen zur Verfügung steht.

Die hauseigene Großküche sorgt sich auch um die Versorgung anderer Einrichtungen, nicht nur der AWO, im Stadtgebiet, die Einrichtung einer eigenen Wäscherei wird in Zukunft erwogen. „Ein relativ großer Bereich ist inzwischen der Soziale Dienst”, freute sich Wilhelm Schmitz. Denn so sei es - über das normale Maß hinaus - möglich, auf die betreuten Menschen zuzugehen.

Natürlich ist ein solch umfassendes Angebot, das von TÜV und dem AWO-Bundesverband nach ISO zertifiziert wurde, auch ein großer Arbeitgeber in der Stadt. 60 Vollzeitstellen und 25 Teilzeitstellen gibt es hier für die Rund-um-die-Uhr-Betreuung und -Versorgung. Spannend gestalten sich für den Leiter die kommenden Jahre, denn auch mit Kritik an den Gesetzgebern hielt er sich nicht zurück. „Für uns ist es nicht mehr nachvollziehbar, warum von uns immer mehr verlangt wird”, machte Schmitz unmissverständlich klar. Zudem wünschte er sich, dass die Arbeit in solchen Einrichtungen, hier schloss er die Pro 8 und St. Josef in Übach ausdrücklich mit ein, in der Stadt geleistet werde, mehr Anerkennung verdiene.

„Was hier Positives passiert, wird in der Öffentlichkeit oft nicht genug honoriert”, fand er abschließend. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass in einer Einrichtung wie dem CSZ auch Pflege geleistet werde, die so im privaten Bereich gar nicht umsetzbar sei.
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