„Calli” feiert mit Germania 09 Süggerath

Von: g.s.
Letzte Aktualisierung:
cal sügg 2sp bild
Zu Gast beim FC Germania Süggerath: Fußballexperte Reiner Calmund im Gespräch mit dem Schirmherrn Olaf Lang.

Geilenkirchen-Süggerath. Der Fußballclub Germania 09 Süggerath feierte sein 100-jähriges Jubiläum. Absoluter Star des Festabends war Fußballexperte Reiner Calmund, dem es so gut in dem 700-Seelen-Dorf gefiel, dass er gleich drei Stunden blieb.

Der Hobby-Koch, der 2007 mit der „Goldenen Schlemmerente” in Wassenberg ausgezeichnet worden war, genoss die Sympathien der Süggerather im bis auf den letzten Platz besetzten Festzelt und stellte in einer halbstündigen Laudatio seine lockere Art des Entertainments unter Beweis. „Er ist ein Mann mit hervorragendem Sachverstand, er hat Charisma und ist mediengewandt. Er ist Mensch geblieben und ne Jung us et Dörp”, stellte eingangs der Vorsitzende der Spielvereinigung Süggerath-Tripsrath e.V., Berthold Reinartz, den ehemaligen Bundesligamanager vor.

Und dann legte Reiner Calmund in seiner unnachahmlichen Art gleich los: „Ich bin gerne nach hier gekommen, obwohl ich jar nit weeß, wie ich nach hier jekommen bin.” Heinz Harren hätte ihm gesagt: „Jetzt komm ens zu de Buure.” Nun sei er hier in Süggerath, sehe ein wunderschönes Dorf - konservativ, ohne jeglichen Fortschritt... „Ich bin restlos von de Fott”, schwärmte er unter dem Lachen der Zuschauer.

Derzeit mache er Diät, aber: „Auch wenn se dat nicht sehen, ich fühl mich federleicht”, schmunzelte das Schwergewicht. Reiner Calmund gratulierte dem Jubel-Verein zum 100-Jährigen. Besonders wichtig sei der Zusammenhalt in so einem Verein, dann halte das auch 100 Jahre und mehr, so wie in Süggerath. „Wenn der Zusammenhalt nicht stimmt, kommt es zur Entmenschlichung”, sagte Calmund und wunderte sich selber über die soeben aus seinem Mund entfleuchte Wortkreation. „Entfremdung” habe er gemeint.

Ein wunderschönes Dorf

In Süggerath sehe er ein wunderschönes Dorf, ganz in der Nähe zu Holland. „Die Holländer kommen immer mal gerne rüber, damit sie sehen, wo richtig Fußball gespielt wird”, warf Calmund zur Erheiterung des Publikums ein. Beim Fußball komme es aber nicht auf die Nationalität an, auch nicht auf Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit. Calmund: „Im Sport zählt das nicht, da sind wir der Politik um viele Jahre voraus.” Der Fußballexperte hob während seiner Rede immer wieder das Ehrenamt hervor: „Die Ehrenämtler müssen unterstützt werden, weil sie unbezahlbar für den Staat sind.”

Ebenso lobte er die Arbeit der Frauen in den Sportvereinen: „Sie können mitmachen, Feste organisieren, Kuchen backen...”

Calmund warb für Sport und Bewegung. Er meinte: „Dann sage ich zu den Kindern: Wenn ihr so weiter macht, keine Bewegung habt, aber zu viel esst, dann werdet ihr so dick wie ich...”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert