Burg Trips: Die Behelfsbrücke kommt aus luftiger Höhe

Von: Udo Stüßer
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Langsam wird eine Hälfte der 15,70 Meter langen Behelfsbrücke millimetergenau auf die vorbereiteten Betonpfeiler gehievt. Foto: Udo Stüßer
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Während in den nächsten Monaten Fußgänger und Autofahrer diese Brücke über der Wurm nutzen sollen, wird die alte, zur Burg Trips führende Brücke abgerissen. Foto: Udo Stüßer
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Ausgedient: Die alte, zur Burg Trips führende Brücke, wird abgerissen. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Mit einem Aufwand von 2,2 Millionen Euro renaturiert der Wasserverband Eifel-Rur derzeit die Wurm bei Burg Trips. Westlich des aktuellen Wurmverlaufs entsteht ein neues Flussbett in herrlicher Auenlandschaft, das teilweise dem ursprünglichen Verlauf der Wurm entspricht. Auch die zur Burg Trips führende Brücke soll erneuert werden.

Bevor die alte sanierungsbedürftige Brücke abgerissen wird, wurde am Dienstag eine 15,70 Meter lange Behelfsbrücke aus Stahl aufgebaut. „Die alte Brücke können wir erst abreißen, wenn alle Versorgungsleitungen für Strom, Wasser, Gas und Glasfaser und die Leitungen der Telekom umgelegt worden sind“, erklärte Sirko Fischer von dem Aachener Planungsbüro Nacken vor Ort.

Am frühen Morgen waren Ewald Trampe und seine Kollegen von der im Gewässer- und Landschaftsbau tätigen Fachfirma Böwingloh & Helfbernd aus Verl mit einem 30 Meter hohen Kran und den Brückenteilen nach Geilenkirchen gekommen. Auch Erfried Lorenz, als Gebietsingenieur des Wasserverbandes Eifel-Rur für die Wurm und Rur im Kreis Heinsberg zuständig und Projektingenieur für die Renaturierungsmaßnahme bei Burg Trips, überwachte den Aufbau der Brücke.

Etliche Rentner, Spaziergänger und Mütter mit ihren Kindern verfolgten das Spektakel. „In etwa einem halben Jahr wird die neue Brücke stehen“, blickte Ewald Trampe nach vorne. In den nächsten Wochen werden die Versorgungsleitungen verlegt. Dann wird eine Zufahrt zur Behelfsbrücke geschaffen, bevor die alte Brücke abgerissen wird. Die Behelfsbrücke kann von Fußgängern und Autofahrern genutzt werden.

Später werden zwei Radwegebrücken gebaut, weil die Wurm nach Fertigstellung der Maßnahme an zwei Stellen den Rad-Fußgängerweg kreuzen wird. Die gesamte Renaturierungsmaßnahme des Wasserverbandes soll im Oktober fertig sein.

Mit dieser Renaturierungsmaßnahme will der Wasserverband die Wurm wieder in einen naturnahen Zustand bringen, denn durch die Begradigung vieler Flüsse nach dem Krieg ist es zu einer ökologischen Verarmung gekommen.

Die 2,2 Millionen Euro teure Maßnahme auf einer etwa 7,5 Hektar großen Fläche bei Burg Trips wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit 80 Prozent bezuschusst, die restlichen 20 Prozent zahlen die am Wasserverband beteiligten Kommunen.

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