Bunt, laut und endlich wieder ausverkauft: Oktoberfest auf der Airbase

Von: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung:
10943810.jpg
Dieser eine Schlag reichte General Karsten Stoye, um dem offiziellen Fass den offiziellen Gerstensaft zum Auftakt des 33. Oktoberfestes auf der Nato-Airbase zu entlocken. Foto: Markus Bienwald
10943801.jpg
General Karsten Stoye stieß mit den Offiziellen und den Gästen gerne auf das Gelingen des 33. Oktoberfestes auf der Nato-Airbase an. Foto: Markus Bienwald
10943806.jpg
Party pur für den guten Zweck bedeutete das Oktoberfest auf der Nato-Airbase. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Es war am Mittwoch, da konnte Hauptfeldwebel Alex Gieswein sich einmal richtig freuen. „An dem Tag stand fest, dass wir zum ersten Mal seit acht Jahren wieder ausverkauft sind“, so der Vorsitzende der Deutschen Unteroffizier Kameradschaft (DUK), die am Wochenende wieder zum weit über die Grenzen unserer Region hinaus bekannten Oktoberfest einlud.

Am Samstagabend war Partyzeit, und am Sonntag stand der Ausflug zur Base im Zeichen der Familien. Ausverkauft – das bedeutet in so einer riesigen Lokalität wie einem Flugzeughangar auf dem Militärareal übrigens 3500 Gäste. Und die brauchten ihre Zeit, bis sie am Ziel ihres Abends angekommen waren. So war schon um kurz nach sieben der erste der großen Parkplätze voll. Und während sich drinnen die Bänke allmählich füllten, rollten draußen immer noch Pkw und sogar Busse nach, um die Gäste an Ort und Ziel zu bringen. Dort trafen sie zwar zunächst einmal auf eine lange Schlange an der Security. Aber Sicherheit muss auf einem solch sensiblen Gelände mit Anschluss an die Start- und Landebahn nun einmal sein.

Aufatmen durfte auch der Kommandeur der Airbase, Brigadegeneral Karsten Stoye. Denn als ob er es vorher geprobt hätte, saß bei seinem Fassanstich schon der erste, wohlüberlegt und gezielt gesetzte Schlag, um dem offiziellen Fässchen zum offiziellen Start für die Offiziellen das köstliche Bier zu entnehmen. Das kam wie immer von der Brauerei Rainer in Welz, die unter dem Namen Lambertus bekannt ist. „Zwei Monate vorher wurde extra für unsere Wies’n dort das Bier gebraut“, so der General.

Seine Ansprache blieb kurz, er blickte nur kurz auf die Geschichte der Ur-Wies’n in München, die übrigens auch von damaligen Unteroffizieren des Königreichs Bayern organisiert wurde. Und General Stoye freute sich über den tollen Zuspruch, der auch zeige, wie sich die DUK nicht nur über das Oktoberfest die Base einen festen Platz im Herzen der Menschen aus der Region erobert habe.

Die DUK gab selbstredend nicht nur beim Fassanstich organisatorisch alles, sondern sorgte für viel Feierlaune. So schloss sich der Kreis, und auch die Offiziellen, darunter Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler, der Landtagsabgeordnete Bernd Krückel (CDU) und natürlich Brigadegeneralin Dawn Dunlop als Awacs-Kommandeurin in Europa genossen den ersten der Halbliter-Bierkrüge.

Neben vielen deftigen Spezialitäten und einem kleinen Jahrmarkt genoss die Musik höchste Priorität an diesem gelungenen Oktoberfestabend in Teveren. Dafür hatte die DUK als Organisator wieder einmal die Wülfershäuser verpflichten können. Und die Maderln und Buam auf der Bühne im Zentrum des Hangars spielten nicht nur bei Märschen und Blasmusik sehr zur Freude der Gäste auf.

Sie sorgten einfach den ganzen Abend über für allerbeste Partylaune. Die überwiegend zünftig gekleideten Gäste wussten das zu schätzen, applaudierten nicht nur, sondern gaben in Dirndl und Krachledernen auch auf dem kleinen Tanzparkett direkt vor der Bühne richtig Gas.

Guter Zweck, runde Sache

Abgerundet wurde die schöne Party noch durch den guten Zweck, denn auch bei der inzwischen 33. Auflage waren nicht nur viele Freiwillige wie vom Internationalen Karnevalsverein (IKV) Teveren oder vom Technischen Hilfswerk (THW) dabei.

Denn im kommenden Jahr, wenn die Ausschüttung der Gewinne ansteht, werden Alex Gieswein und seine Kameraden sich wieder freuen, den Reinerlös Vereinen und Organisationen aus der Umgebung spenden zu dürfen. „Das machen wir seit 33 Jahren so“, sagte Gieswein, „und das bleibt auch so.“

Übrigens sind in den mehr als drei Jahrzehnten mehr als 300.000 Euro an Spenden geflossen, was für viele ein Grund mehr gewesen sein dürfte, das Oktoberfest auf der Base zu besuchen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert