Bund verkauft Neu-Teveren

Von: Udo Stüßer
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Sie sollen bald verkauft werden: die 294 Häuser der Fliegerhorst-Siedlung in Teveren. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben will die Fliegerhorst-Siedlung Teveren komplett verkaufen. Dies bestätigte am Dienstag auf Anfrage Christina Lorenzen, Leiterin der Verkaufsabteilung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Düsseldorf.

Der Grund für den Verkauf: „Der Bund braucht Geld. Und in diese Siedlung müsste viel investiert werden”, erklärte sie. Derzeit erarbeitet sie gemeinsam mit der Stadt Geilenkirchen ein Konzept.

Klar ist derzeit lediglich, dass nicht alle 294 Häuser an einen einzigen Investor verkauft werden können. Lorenzen: „Keiner würde eine ganze Siedlung kaufen.” Vielmehr sucht die Bundesanstalt mehrere Investoren. „Vielleicht will jemand einen Teil der Siedlung oder eine Straße kaufen. Möglicherweise möchten auch einzelne Mieter kaufen”, erläuterte Christina Lorenzen.

Eines steht aber für sie fest: „Die Mieter müssen sich keine Sorgen machen. Jeder Investor ist froh, wenn er Mieter hat.” Ein erstes Gespräch mit der Stadt Geilenkirchen hat es bereits gegeben; bis das Konzept erarbeitet ist, werden aber sicherlich noch einige Monate ins Land ziehen. Die Bundesanstalt hat Interesse an einer relativ schnellen Abwicklung: „Einige Häuser stehen leer. Sie sollen bald verkauft werden. Dies aber erst dann, wenn das ganze Konzept steht”, so Lorenzen.

1953 errichtete die ehemalige britische Besatzungsmacht in Teveren auf dem schon in den 30er-Jahren genutzten Feldflugplatz den Fliegerhorst, den die British Royal Air Force bis 1968 als Jagdfliegerhorst für verschiedene Jagdstaffeln nutzte. Im Januar 1968 wurde der Flugbetrieb in Geilenkirchen eingestellt, zwei Monate später wurde der Flugplatz an die deutsche Luftwaffe übergeben.

Ab August 1968 wurde das Areal Standort des mit Pershing 1a-Raketen ausgerüsteten Flugkörpergeschwaders 2 der deutschen Luftwaffe, das vom 85. US Army Field Artillery Detachment unterstützt wurde. Im Januar 1980 traf das erste Personal des im Aufbau befindlichen Awacs-Verbandes auf dem Flugplatz ein, bis Ende 1981 hatte das FKG 2 den Flugplatz verlassen und war in die Niederheider Selfkant-Kaserne verlegt worden. Lediglich das 85. US Army Field Artillery Detachment blieb bis zu seiner Auflösung im Juli 1991 auf dem Flugplatz.

Während heute der Bund Besitzer der 294 Häuser aus den 50er-Jahren vor den Toren der Kaserne ist, gehören die Straßen und die Kanäle laut Christina Lorenzen der Stadt Geilenkirchen, die ihrer Ansicht nach für Sanierung und Instandhaltung verantwortlich ist.
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