Bürgermeister wird nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren

Von: st
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Hält die politische Unterstützung für seine Person für nicht ausreichend, um erneut zu kandidieren: Bürgermeister Fiedler. Foto: Stüßer

Geilenkirchen. Thomas Fiedler wird nicht als Kandidat für die am 13. September anstehende Bürgermeisterwahl in Geilenkirchen antreten, sondern nach dem Ende der Wahlperiode am 20. Oktober in den Ruhestand treten. Diese Entscheidung gab er am Montagmittag bekannt.

Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte er zu den Gründen für seinen Verzicht: „Ich habe keine politische Unterstützung mehr.“ Würde er jetzt noch einmal gewählt, seien das fünf Jahr in ständiger Kohabitation ohne Unterstützung. „Kohabitation ist immer Mist. Das macht niemand gerne“, erklärte Fiedler.

Er habe der CDU angeboten, mit ihrer Duldung eine politische Agenda aufzustellen. Zunächst habe er keine Antwort erhalten, Monate später habe man ihm mitgeteilt, dass man einen eigenen Kandidaten habe. „Und dann kam die Bürgerliste auch mit einem eigenen Kandidaten. Mit der Unterstützung der Grünen wäre ich nicht mehr angetreten, mit ihnen liege ich über Kreuz“, sagte Fiedler weiter. Auch die im Rat nur noch schwach vertretene FDP habe erklärt, ihn nicht mehr unterstützen zu wollen. Blieb also noch die SPD: „Die SPD hat Sondierungsgespräche mit mir aufgenommen, aber nur mit der Unterstützung der SPD wäre ich nicht mehrheitsfähig.“ Die SPD werde demnächst in einer Mitgliederversammlung entscheiden, welchem Kandidaten sie ihre Unterstützung zusage.

Nach dieser Bilanz war eine mögliche Kandidatur für Fiedler eine politische Rechenaufgabe: „Ich würde ganz alleine antreten. Einer gegen alle, und das fünf Jahre lang. Das ist sicherlich nicht vergnügungssteuerpflichtig.“ Über den Erfolg seiner Wahlperiode könne sich jeder Bürger selbst ein Bild machen. Als 64-Jähriger könne er seine Entscheidung ganz entspannt treffen. „Vielleicht war ich zu unbequem, nicht fügsam genug. Ich habe nicht nach der Pfeife einer Partei getanzt.“

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