Übach-Palenberg - Bürgermeister-Vize Vera Sarasa legt Ratsmandat nieder

Bürgermeister-Vize Vera Sarasa legt Ratsmandat nieder

Von: fw
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Übach-Palenberg. Die Legislaturperiode ist noch jung, und schon hat die Kommunalpolitik in Übach-Palenberg ihren ersten kleinen Paukenschlag. Vera Sarasa, ihres Zeichens dritte Bürgermeister-Stellvertreterin, legte im Knatsch mit ihrer Partei, der UWG, das Ratsmandat nieder.

Ausschlaggebend für diesen Schritt waren unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten mit ihren Parteikollegen. Diese haben sich zum Salto rückwärts entschlossen: Nachdem die Mehrheitskoalition aus CDU, UWG und FDP bei der konstituierenden Ratssitzung im November den dritten Bürgermeister-Stellvertreter gegen die Stimmen von SPD und Grünen installiert hatte, wird selbiger nunmehr wieder abgeschafft - offensichtlich sehr zum Verdruss von Vera Sarasa.

Die UWG wird am Donnerstag, 25. März, dem Stadtrat einen Antrag vorlegen, die Hauptsatzung der Stadt Übach-Palenberg entsprechend zu ändern. Den Sinneswandel der UWG begründete Corinna Weinhold, Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende der UWG, wie folgt: „Die Intention der UWG war es, dem neuen Bürgermeister den Rücken zur Einarbeitung in die Verwaltungsarbeit freizuhalten, indem die repräsentativen Aufgaben auf drei Stellvertreter aufgeteilt werden.” Das sei allerdings eine „Fehleinschätzung” gewesen, da Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in den ersten drei Monaten seiner Amtsführung 60 Termine wahrgenommen habe, sein erster Stellvertreter brachte es auf 18, der zweite auf drei und der dritte auf zwei.

„Nun müssen wir den Mut haben, diese Fehleinschätzung zu korrigieren - gerade jetzt, wo wir mit dem Haushaltssicherungskonzept leben und sparen müssen”, erklärt Corinna Weinhold. Angesichts der Tatsache, dass auch der zweite Vize in Gestalt des Genossen Georg Overländer „nur wenig zum Einsatz kommt”, wäre es nach Ansicht Weinholds wünschenswert, wenn auch die SPD auf diesen Posten verzichten würde. „Es kann nicht sein, dass die Stadt für etwas zahlt, das nicht geleistet wurde beziehungsweise nicht geleistet wird”, spricht sich die UWG-Chefin für eine deutliche Ausdünnung der Stellvertreter-Riege aus.

Vera Sarasa legt das Ratsmandat nach Angaben von Corinna Weinhold mit Wirkung zum 31. März nieder, weil für sie „die Basis für politisches Wirken” nicht mehr gegeben sei. Ob Vera Sarasa - die am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war - Mitglied der UWG bleibt, ist noch unklar. Regulärer Nachrücker im Stadtrat wäre: Dieter Sarasa, der Ehemann.
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