Bürgermeister Jungnitsch will einen Neuanfang

Von: Franz Windelen
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Übach-Palenberg. Der Rahmen für die konstituierende Ratssitzung war außergewöhnlich, die Vereidigung von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch ebenso, schließlich wurde mit ihm nach 45 Jahren der erste Christdemokrat in das höchste Amt der Stadt Übach-Palenberg gehoben.

Der Vereidigung am Dienstagabend ging - wohl ein Novum in der Region - ein ökumenischer Gottesdienst in der voll besetzten Erlöserkirche voran, zelebriert durch Pfarrer Thomas Fresia und Pater Boja. Der feierliche Akt wurde fortgesetzt, nicht im Ratssaal wie sonst üblich, sondern in der Lohnhalle des Carolus Magnus Centrums.

Josef Fröschen genoss in doppelter Hinsicht den historischen Moment: Als Alterspräsident wurde ihm die Ehre zuteil, seinen Parteifreund als Bürgermeister zu verpflichten.

Jungnitsch nahm sodann in seiner Antrittsrede eine musikalische Anleihe bei Sängerin Cassandra Steen und ihrem Erfolgssong „Stadt”, um symbolisch in die Zukunft zu blicken: „Wir bauen eine Stadt für Dich und für mich.” Wolfgang Jungnitsch weiter: „Die Bürger unserer Stadt wollen, dass wir sie vertreten und zum Wohle der Stadt arbeiten. Also packen wir es an und machen war draus.”

Es gebe viel zu tun. Schließlich stehe es um die Finanzen der Ex-Zechenstadt nicht so gut. „Das ist unser Anfangsbestand, unsere Ausgangslage”, sagte Jungnitsch. „Wir wussten dies, wir wissen dies, und deswegen sind wir hier. Wir wollen beweisen, dass Bewegung und Veränderung trotz alledem möglich sind.” Ein Lichtblick sei in jedem Fall das Wachsen der Schokoladenfabrik.

Man wolle aber noch manche Brocken heben: etwa die Stärkung des Mittelstandes, die Verkehrsplanung, den Ausbau moderner technologischer Infrastruktur, die Belebung der Einkaufszonen, die Attraktivierung der City, die Förderung der Nahversorgung, ein Kulturgesamtkonzept, die Schaffung von Freizeiträumen für die Jugend sowie die Förderung des Vereinswesens. Außerdem müssten Ordnung, Sicherheit und dauerhafte Sauberkeit stärker in den Fokus gerückt werden.

„Die Unterstützung eines friedlichen und gedeihlichen Miteinanders aller Menschen in unserer Stadt, auch wenn sie unterschiedlicher kultureller und religiöser Herkunft sind , ist auszubauen”, konstatiert Wolfgang Jungnitsch. Es gelt der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken, die Bürger sollen bei Entscheidungsprozessen stärker involviert werden. Rat und Verwaltung sollen transparenter arbeiten.

„Nicht alles auf einmal - aber alles kommt auf die Wiedervorlageliste und wir danach Priorität mit Ideenreichtum abgearbeitet”, erklärt der Bürgermeister. Hierbei wolle er nicht wissen und begründet haben, warum etwas nicht gehe, sondern möchte Lösungen haben. „Wir stehen hier nicht für Fortsetzung folgt, sondern für den Neuanfang. Viel Hoffnung wurde durch viele Bürger in uns gesteckt, und diese möchte ich nicht enttäuschen. Ein Bürgermeister zum Anfassen bedeutet auch, sich den Tatsachen und Aufgaben stellen.” Lasen Sie uns fair um das Beste, um die beste Lösung ringen”, appellierte er auch an die neue Opposition aus SPD, Grünen und ABP.

Bauen wir unsere Stadt, für Dich und für mich, mit Gottes Hilfe und einem kräftigen Glück auf”, schloss Wolfgang Jungnitsch seine Antrittsrede.

Nachdem die aktuelle Ratsrunde durch den Bürgermeister vereidigt worden war, standen dessen Stellvertreter, neuerdings - nach Änderung der Hauptsatzung - drei an der Zahl, zur Wahl.
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