Bürgermeister Jungnitsch: „Die Wirtschaft in Übach-Palenberg boomt“

Von: Markus Bienwald
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Rund 400 Gäste versammelten sich zur jüngsten Auflage des Bürgerempfangs der Stadt Übach-Palenberg im Pädagogischen Zentrum (PZ). Foto: Markus Bienwald
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Bestens aufgelegt war der Instrumentalverein Herbach, der beim Bürgerempfang in Übach-Palenberg für die musikalische Untermalung bereitstand. Foto: Markus Bienwald
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Die neue Trägerin der Ehrennadel heißt Maria Kirschbaum (l.), die von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch die Auszeichnung entgegennahm. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Bei der jüngsten Auflage des Bürgerempfangs der Stadt Übach-Palenberg im weiten Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ) wurde den gut 400 Gästen einiges geboten: Musik zum Beispiel. Die kam nicht nur vom hervorragend aufgelegten Ensemble des Instrumentalvereins Herbach, das zum Jahresbeginn ihre Instrumente auch klanglich auf Hochglanz gebracht hatte.

Auch Sängerin Alex Seebald zeigte mit dem Liveauftritt zu ihrer Debütsingle „Du machst mir so viel Mut“, dass in Übach-Palenberg gesanglich etwas zu holen ist. Wie viel aus der Stadt wirtschaftlich herauszuholen ist, zeigte der Blick von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, der in seiner Rede seinen Rückblick auf 2016 und den Ausblick auf 2017 kombinierte. „Die Wirtschaft in Übach-Palenberg boomt“, sagte er, und hinter sein auch hörbares Ausrufezeichen setzte er Zahlen.

So seien in den vergangenen sieben Jahren 2600 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen worden, die Arbeitslosigkeit sei um über 500 auf unter 1000 Erwerbslose gesunken. Und auch in diesem Jahr sei mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung zu rechnen.

Bei den städtischen Finanzen durfte Jungnitsch mit Blick auf die Arbeit von Kämmerer Björn Beeck ein sehr zufriedenes Gesicht machen. Nach der endlich abgehakten Derivate-Geschichte sei es gelungen, den Gesamtaufwand für Zinsen um fast die Hälfte zu senken. Steuererhöhungen schloss Jungnitsch selbst bei seiner angekündigten Nachjustierung im Haushalt kategorisch aus. Aus und vorbei ist es aber auch sehr wahrscheinlich mit der Stadtbücherei, die mit der Haushaltsplanung ihr Verfallsdatum ins Buch geschrieben bekam. „Ob noch eine andere Lösung möglich ist, muss letztendlich im Rat diskutiert und dort letztendlich entschieden werden“, sagte Jungnitsch dazu.

Schnelles Internet

Zum schwebenden Verfahren in Sachen Wasserkonzession wies Jungnitsch Vorwürfe, die Stadt betreibe Gewinnmaximierung zu Lasten aller, entschieden zurück. „Die Stadt wird so lange an der enwor beteiligt sein, wie von dieser Seite das Wasser kommt“, sagte er dazu. Eine nahezu komplette Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Sanierung des Rathausplatzes, die Versorgung der Stadt mit schnellen Internetzugängen, die Arbeit an der Gesundheitsversorgung und nicht zuletzt auch die Aufnahme der B221n in den Bundesverkehrswegeplan 2030 sorgten ebenfalls für ein Lächeln auf dem Gesicht des Verwaltungschefs.

Ehrenamtler

Da sich bei den Ehrenamtlern in der Stadt im Vereinsbereich viel bewegt, sich viele Menschen gerne und freiwillig um die im Stadtgebiet lebenden Flüchtlinge kümmern und sich auch städtebaulich mit Baugebieten, Industrieansiedlungen und Hotelplanung einiges tut, konnte Jungnitsch in eine Agenda für 2017 blicken, die von vielen positiven Herausforderungen geprägt ist.

Kampf gegen Terror

Den abscheulichen Terror in der Welt verurteilte der stellvertretende Bürgermeister der Partnerstadt Rosny-sous-Bois/F, Serge Denneulin, der sich wie immer von seiner charmanten Gattin Dominique die Worte ins Deutsche übersetzen ließ. „Unser langjährig vereintes Europa mit seiner Erfahrung, seiner Bereitschaft, gegen den Terror anzukämpfen, und vor allem mit seinen Bürgern, hat die Möglichkeiten und Fähigkeiten, wirkungsvoll zu reagieren“, so Denneulin.

Er wünschte sich, dass die Menschen vereint in ihrem Kampf gegen den Terror stehen, und dennoch an ihren Traditionen festhalten: an den kulinarischen und den kulturellen.

Wie das mit großer Symbolkraft gehen kann, zeigte einmal mehr der Beitrag von Raymond Vlecken, Bürgermeister der Partnergemeinde Landgraaf/NL. Als Karnevalist von echtem Schrot und Korn wurde es ihm beim Blick auf die jüngsten Entwicklungen im Karnevalsleben der Stadt Übach-Palenberg fast angst und bange.

Kein Prinz, keine Prinzessin

„Was ist los, liebe Karnevalsfreunde? Kein Prinz, keine Prinzessin, kein Dreigestirn?“, fragte er. Und dabei zog er seine bestens gepflegte Narrenkappe aus dem mitgebrachten Koffer und bot sich selbst symbolisch als Prinz Raymond der Erste an.

„Aber das kostet Geld“, meinte der sympathische Verwaltungschef der Partnergemeinde mit einem großen Augenzwinkern und hatte das lachende Publikum gleich auf seiner Seite. Den Ernst ließ Vlecken in seiner Rede natürlich auch nicht zu kurz kommen. „Wir müssen wachsam sein und auch in unserem eigenen kleineren Lebensraum, in unserem eigenen Kreis den Respekt füreinander fördern und uns gegen Engstirnigkeit, Intoleranz, Lügen und Vorurteile stellen“, betonte er.

Dass es im täglichen grenzüberschreitenden Miteinander aber auch immer wieder angebracht ist, sich zu bedanken, ließ Vlecken nicht außer Acht.

So ging sein besonderer Dank an die grenzüberschreitenden Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr. „Die haben einfach die schnelleren Autos“, scherzte er, aber dem Ernst in seiner Stimme war anzumerken, dass die Hilfe aus Übach-Palenberg im Notfall nicht nur willkommen, sondern auch lebenswichtig ist.

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