Bürgermeister feiert gemeinsam mit den Narren im Kaminzimmer

Von: mabie
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15. Karnevalsempfang der Stadt im Schloss Zweibrüggen: Über 80 Jecke aus ganz Übach-Palenberg, die sich ganz offiziell dem Brauchtum Karneval verschrieben haben, feierten gemeinsam mit Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Fotos (3): mabie Foto: mabie
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Mariechen Cynthia Schlömer von der KG Lustige Marienberger Jekken tanzte für die 80 Gäste.

Übach-Palenberg. Strüßjer, Bützje, Uniformen und noch viel mehr gab es im Schloss Zweibrüggen am Mittwochabend. Doch anders als man es erwarten würde, waren es keine Brautpaare, die sich nach dem standesamtlichen Termin von ihren Lieben feiern ließen und allerlei Unsinn machen mussten, sondern die Motoren des heimischen Karnevals – die Jecken, die in der fünften Jahreszeit das Regiment übernehmen. Sie allesamt waren zu Gast – rund 80 an der Zahl.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch hatte zum 15. Karnevalsempfang in die „gute Stube der Stadt“ eingeladen. Die rund 80 Offiziellen waren allesamt seinem Ruf gefolgt und holten sich im Kaminzimmer das Lob des obersten Verwaltungschefs ab. Und das fiel an diesem Abend für alle Jecken recht groß aus.

Bemerkenswerter Einsatz

„Ich finde ihren unermüdlichen Einsatz, den Sie jedes Jahr aufs Neue aufbringen, bemerkenswert“, sagte Bürgermeister Jungnitsch.

Vor allem bei den vielen Sitzungen der Karnevalsgesellschaften aus dem gesamten Stadtgebiet seien die Nähe der Menschen zur „fünften Jahreszeit“, das Engagement und der Einsatz spürbar. „Der Fleiß und die Zeit, die Sie zum Beispiel beim Bauen der Karnevalswagen investieren, sind nicht nur ehrenamtlich, sondern werden auch neben den beruflichen Verpflichtungen eingesetzt“, betonte der Ratschef.

Besonders viel Spaß hatte er daran, dass es – im Gegensatz zur letzten Session – dieses Mal wieder eine Prinzenproklamation gab. Dem Dachverband der Jecken in der Stadt, dem Festausschuss Übach-Palenberger Karnevalsvereine, ist es gelungen, mit Kurt I. (Macht) von der KG „Lustige Marienberger Jekken“ wieder einen Stadtprinz zu stellen. Gemeinsam mit seinem niederländischen Kollegen, Stadtprinz Roger I. und seiner Daphne von den Narren aus Landgraaf/NL, ist das ein mächtiges Instrument, das am kommenden Fastnachtstag um 13.11 Uhr versuchen wird, das Übacher Rathaus zu stürmen.

Natürlich wagte der Erste Bürger der Stadt noch einen kleinen Rückblick auf bereits gelaufene als auch noch anstehende Veranstaltungen.

Rathausstürmung

Vor allem der Rathaussturm war Wolfgang Jungnitsch dabei ein Anliegen. „Eins kannst Du mir glauben, die Eroberung des Schlüssels zum Rathaus wird nicht so einfach: Meine Kollegen und ich selbst werden diesen Schlüssel mit allem, was wir haben, verteidigen“, stellte er die Anwesenden unter Führung von Prinz Kurt I. auf eine harte Gegenwehr der im Rathaus Tätigen ein. Dennoch standen im Schloss die Zeichen auf Versöhnung, gab es doch Orden und Präsente für alle, sowie einen Eintrag in das Goldene Buch der Stadt. Dort verewigten sich neben dem Bürgermeister und dem bekennenden Karnevalisten der Partnergemeinde Landgraaf/NL, Raymond Vlecken, auch alle weiteren Tollitäten.

Natürlich gehörten zu den Gästen alle sechs in der Stadt aktiven Karnevalsgesellschaften: die Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG) mit ihrem Vorsitzenden Hans-Josef Offermanns, die Wurmtalfunken mit dem diesjährigen Kinderprinzenpaar Justin I. und Julienne I. mit der Vorsitzenden Brigitte Korsten, die KG Scherpe-Bösch-Wenk mit ihrem Vorsitzenden Manfred Börger, die KG Lustige Marienberger Jekken mit dem Vorsitzenden Harry Hermanns, die KG Frelenberger Esel mit ihrem Vorsitzenden Hans-Gert Derichs sowie die Jecke Bürgerwehr Boscheln mit ihrer Vorsitzenden Monika Schulz.

Aber auch der Festausschuss-Vorsitzende Wolfgang Dressel hatte noch ein paar Worte für die Jecken und den Verwaltungschef im Gepäck. Er dankte natürlich auch für den Einsatz der städtischen Mitarbeiter, die an diesem Abend wieder für beste Unterhaltung und Verpflegung im Schloss gesorgt hatten.

Schwung im Schloss

Wolfgang Dressel freute sich schon jetzt, den Schlüssel zur Stadt in Empfang nehmen zu dürfen und dankte abschließend auch für den Mariechentanz von Cynthia Schlömer von der Marienberger KG. Die junge Marie hatte mit ihrer Choreografie noch einmal richtig Schwung ins Schloss Zweibrüggen gebracht – bis es, so ganz ohne Jecke, wieder mächtig ruhig wurde.

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