Bürgermeister ehrt ausgeschiedene Ratsvertreter und Ortsvorsteher

Von: Georg Schmitz
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Wurden aufgrund ihrer über 20-jährigen Ratsarbeit zu Ehrenstadtverordneten ernannt: Herbert Brandt, Kurt Siebertz, Marlis Tings (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Wie nach jeder Legislaturperiode galt es für Bürgermeister Thomas Fiedler im Anschluss an die Sitzung des Rates der Stadt Geilenkirchen, die ausgeschiedenen Ratsvertreter und Ortsvorsteher zu verabschieden.

„Demokratie: ganz schön anstrengend“, zitierte er zu Beginn der Zeremonie eine Kommunalzeitschrift. Zwar habe man in Geilenkirchen keine zehn und mehr Fraktionen, auch dauerten die Ratssitzungen nicht von 15 Uhr nachmittags bis 5 Uhr morgens, wie kürzlich in Duisburg vorgekommen. „Aber alle heute zu Ehrenden haben in den letzten Jahren mitbekommen, dass ehrenamtliche Arbeit in den kommunalen Parlamenten komplexer wurde“, gab Fiedler zu bedenken. Immer mehr würden sich Themen der Weltpolitik auch auf kommunaler Ebene abbilden. Der Bürgermeister nannte beispielhaft die Flüchtlingsproblematik, die Strategien zum Klimaschutz und zur Energiepolitik sowie die lokale Umsetzung von UNO-Resolutionen zur Inklusion.

Die ausscheidenden Stadtverordneten hätten die komplexer werdende Kommunalpolitik miterlebt, deshalb aber auch jahrelang auf die Annehmlichkeiten gemütlicher Fernsehabende im Kreise der Familie verzichtet. Die Auszuzeichnenden hätten in dieser Zeit die Stadt mitgestaltet und dafür gelte ihnen ein herzlicher Dank. Rechne man die Amtszeiten aller ausgeschiedenen Ratsvertreter und Ortsvorsteher zusammen, ergebe sich eine Gesamtzeit von 234 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit.

Zunächst rief der Bürgermeister Klaus Dohlen, Gerd Latour und Ruth Thelen sowie die ehemaligen Ortsvorsteher Luise Röger (Beeck) und Franz Beemelmanns (Gillrath) auf, die auf fünf Jahre Tätigkeit zurückblicken können. Alle fünf waren nicht anwesend. Fiedler ehrte Toska Frohn und Stefan Kassel, sowie in Abwesenheit Markus Melchers für siebenjährige Ratsarbeit. Fred Solenski (18 Jahre Ratsmitglied, zehn Jahre Ortsvorsteher von Süggerath), Johannes Henßen und Dr. Joachim Möhring (je 15 Ratsjahre) erhielten ebenfalls Urkunden und Präsente. Möhring hatte sich entschuldigen lassen.

Marlis Tings, Herbert Brandt, Uwe Eggert und Kurt Sybertz wurde eine besondere Ehre zuteil. Aufgrund ihrer über 20-jährigen Ratsarbeit wurden die vier zu Ehrenstadtverordneten ernannt. Alle waren in verschiedenen Ausschüssen tätig und haben die Stadt mitgeprägt.

Für Uwe Eggert kam eine außergewöhnliche Auszeichnung obendrauf. „Er kann auf beeindruckende 30 Jahre Ratszugehörigkeit zurückblicken“, sagte Fiedler. Ohne Unterbrechung sei er seit 1984 ein fester Bestandteils des Gremiums gewesen. Neben seiner Mitgliedschaft in diversen Ausschüssen und Drittorganisationen war er stellvertretender Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Wahlausschusses. Von 2004 bis 2014 war Eggert jeweils fünf Jahre zweiter und erster stellvertretender Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen. „Aus diesen Gründen hat der Rat sich dafür ausgesprochen, Uwe Eggert den Ehrenring der Stadt Geilenkirchen zu verleihen“, sagte Fiedler unter dem Applaus der Stadtverordneten. Eggert dankte für die Auszeichnung, die noch nicht vielen Stadtverordneten zuteil wurde.

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