Geilenkirchen - Bürgerliste wünscht das bezahlte Parken

Bürgerliste wünscht das bezahlte Parken

Von: Georg Schmitz
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Im Zug der Innenstadterneuerung entstand unweit des Marktplatzes an der Konrad-Adenauer-Straße das größte Parkfeld der City (Bild). Ginge es nach dem Willen der Freien Bürgerliste, würde (auch) hier fürs Parken bezahlt werden müssen, um die Umsatzfrequenz zu erhöhen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der Stadtverband Geilenkirchen der Freien Bürgerliste geht die kommenden Jahre mit einem neuen Vorstand an. Der Vorsitzende Helmut Gerads stellte auf der Hauptversammlung auch die Schwerpunkte der zukünftigen Parteiarbeit vor.

Der Gründer und bisherige Vorsitzende der Bürgerliste, Herbert Brandt, konnte krankheitsbedingt nicht an der Versammlung in der Gaststätte Roth in Gillrath teilnehmen. Zudem bedauerten die anwesenden Mitglieder, dass er für eine Wiederwahl nicht mehr antreten wollte. Auch der bisherige Kassierer Peter Kravanja machte Platz für die jüngere Generation.

Der Dank der Versammlung galt beiden Vorstandsmitgliedern für deren engagierte und erfolgreiche Arbeit im Führungsgremium. Neben dem neuen Vorsitzenden Helmut Gerads (45), ein gebürtiger Gillrather, wurde Johann M. Graf zum Geschäftsführer, Christian Ebel zum Kassierer sowie Karola Brandt und Guillaume Dirks zu Beisitzern gewählt.

Helmut Gerads, von Beruf Techniker-Meister, verheirateter Familienvater, versprach vor der Versammlung, sich für eine bürgernahe Politik mit verstärkter Bürgerbeteiligung und mehr Mitspracherecht einzusetzen. Er nannte die Ziele der Bürgerliste: „Mehr direkte Demokratie, Konzentration auf das Machbare und Einsatz für Themen anstatt für Ideologien.”

Im Gespräch mit unserer Zeitung umriss Helmut Gerads auch politische Schwerpunkte der Bürgerliste: „Im Hinblick auf die finanzielle Situation der Stadt müssen wir unter anderem eine Parkraumbewirtschaftung in Geilenkirchen einführen”, sagte der neue Vorsitzende. Die Stadt brauche eine effiziente Nutzung des vorhandenen Parkraumangebots durch die Einführung einer Gebührenpflicht und einer Höchstparkdauer.

„Insgesamt verfolgt die Parkraumbewirtschaftung das Ziel, die Innenstadt als Einkaufsstadt zu stärken und damit die Attraktivität zu steigern, beziehungsweise zu sichern.” Und durch die Gebührenpflicht werde ein erhöhter Umschlag je Parkplatz erreicht.

Nicht außer Acht zu lassen sei die Einnahmeverbesserung für den städtischen Haushalt, wie die Erfahrung in Nachbarstädten wie Baesweiler oder Heinsberg zeige. Weiterhin müssten aber auf dem Beamtenparkplatz und im Parkhaus am Bahnhof sowie pflichtgemäß behinderten Bürgern unentgeltliches Parken angeboten werden.

Als weiteren Schwerpunkt sieht die Bürgerliste die Förderung der Windkraft. „Wir können auf lange Sicht nicht auf die Windenergie verzichten”, sagt Helmut Gerads und geht noch weiter: „Die Stadt Geilenkirchen sollte hier eine Vorreiterrolle in der Region ausüben.” Soll heißen: „Ja zur Windenergie. Geilenkirchen, die grüne Stadt.

Mit dem Bau von weiteren Windrädern in Geilenkirchen gelte es, eine technisch, wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Lösung zur Stromgewinnung zu schaffen, unter Berücksichtigung der Argumente der Windkraftgegner. „Mit dieser sauberen Art der Stromerzeugung betreiben wir aktiven Klimaschutz”, argumentiert Helmut Gerads.

Durch die Errichtung dieser Anlagen könne die Stadt Geilenkirchen bei der angespannten Haushaltslage zudem beachtliche Einnahmen über die Gewerbesteuer erzielen.
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